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März 2017 Posts

Exil und Menschenrecht

Auf der Flucht

Drei Bücher beschreiben die harte Realität des Exils während des Nationalsozialismus

von Jörg Auberg

 

»Der Idee, dass man den Faschis­mus aus­hal­ten könnt, wenn er nur fried­lich wär, begeg­net man öfters. Sie ist nicht beson­ders intel­li­gent.«

Ber­tolt Brecht, Flücht­lings­ge­sprä­che1

 

»Die Emi­gra­ti­on war nicht gut.«

Klaus Mann, Der Wen­de­punkt2

Nach dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges war »Emi­grant« das »ärgs­te Schmäh­wort« in Deutsch­land, schreibt Georg Ste­fan Trol­ler in sei­nen Memoi­ren. Im Jah­re 1938 vor den Natio­nal­so­zia­lis­ten aus Wien in die Tsche­cho­slo­wa­kei und spä­ter nach Frank­reich geflo­hen, wur­de er bei Kriegs­be­ginn inter­niert, erhielt jedoch zwei Jah­re spä­ter ein Visum für die USA. Als US-Sol­dat kehr­te er nach Euro­pa zurück und wur­de bei der Ver­neh­mung von Kriegs­ge­fan­ge­nen ein­ge­setzt. Von Oppor­tu­nis­ten wie Wil­helm Furt­wäng­ler wur­den die »Emi­gran­ten« als »schimpf­lich Geflo­he­ne« denun­ziert. »Wir waren die­je­ni­gen, die ihr Land im Stich gelas­sen hat­ten, als es um die Wurst ging«, resü­miert Trol­ler das Res­sen­ti­ment der Täter und Mit­läu­fer gegen­über den »Flücht­lin­gen«. »Nur um drau­ßen in ›süd­fran­zö­si­schen Bade­or­ten‹ (Gott­fried Benn) mit ihren gestoh­le­nen Mil­lio­nen zu schlem­men.«3

Die Iden­ti­tät der Men­schen, die nach 1933 das natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Deutsch­land ver­las­sen muss­ten, änder­te sich unter den Bli­cken der »Ande­ren«. »Wir wur­den aus Deutsch­land ver­trie­ben, weil wir Juden sind«, schrieb Han­nah Arendt 1943. »Doch kaum hat­ten wir die Gren­ze zu Frank­reich pas­siert, da wur­den wir zu ›boches‹ gemacht.«4 Im Vor­der­grund stan­den das Über­le­ben und das Über­win­den büro­kra­ti­scher Hemm­nis­se, wie es Lion Feucht­wan­ger ein­drucks­voll in sei­nem gro­ßen Roman Exil (1940) beschrieb. Für die meis­ten Autoren und Autorin­nen, die zunächst in Euro­pa und spä­ter auch in ande­ren Erd­tei­len Zuflucht vor den Nazis such­ten, soll­te es kei­ne dau­er­haf­te Emi­gra­ti­on, son­dern ein Exil auf Zeit sein, des­sen Dau­er sie jedoch unter­schätz­ten. Die har­te Rea­li­tät des Exils leuch­ten drei Bücher über ver­schie­de­ne For­men der Emi­gra­ti­on in den 1930er Jah­ren aus, wobei sie nicht ledig­lich die Geschich­te neu zu erzäh­len ver­su­chen, son­dern ihr neue Facet­ten abge­win­nen.

Höl­le und Para­dies: Der Ams­ter­da­mer Que­r­ido-Ver­lag 

Bettina Baltschev: Hölle und Paradies (Berenberg, 2016)

Bet­ti­na Balt­schev: Höl­le und Para­dies (Beren­berg, 2016)

In ihrem Buch Höl­le und Para­dies rekon­stru­iert die Rund­funk­jour­na­lis­tin Bet­ti­na Balt­schev die Geschich­te des Exil­ver­la­ges Que­r­ido, der 1933 auf Initia­ti­ve des deut­schen Ver­le­gers Fritz Lands­hoff in Koope­ra­ti­on mit dem nie­der­län­di­schen Ver­le­ger Ema­nu­el Que­r­ido ins Leben geru­fen wur­de. »Ema­nu­el Que­r­ido ist einer der erfolg­reichs­ten Ver­le­ger der Nie­der­lan­de«, cha­rak­te­ri­siert ihn Balt­schev, »und wird zum Ermög­li­cher eines bedeu­ten­den deut­schen Exil­ver­la­ges […].«5 Lands­hoff, der vor der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­über­nah­me zusam­men mit Gus­tav Kie­pen­heu­er den Gus­tav Kie­pen­heu­er Ver­lag in Ber­lin lei­te­te, brach­te sich mit 75.000 Gul­den in das Unter­neh­men ein und nahm Autoren wie Hein­rich Mann, Lion Feucht­wan­ger, Anna Seg­hers, Arnold Zweig, Ernst Tol­ler, Joseph Roth und ande­re unter Ver­trag. Vor allem zu Klaus Mann, der im Ams­ter­da­mer Café Ame­ri­cain Tei­le sei­nes Roman Mephis­to ver­fass­te, ver­band ihn eine inni­ge Freund­schaft (für Klaus Mann war Lands­hoff »mein brü­der­li­cher Freund«6).

Bei Que­r­ido erschie­nen aus­schließ­lich Erst­aus­ga­ben, da trotz des Ver­bots der Bücher der ver­fem­ten Autorin­nen und Autoren in Deutsch­land die bereits gedruck­ten Exem­pla­re im Aus­land bil­lig ver­hö­kert wur­den und Que­r­ido mit Neu­auf­la­gen dage­gen nicht kon­kur­rie­ren woll­te. Dane­ben bestand in Ams­ter­dam eine sanf­te Riva­li­tät zu einem ande­ren Exil­ver­lag: Mit Unter­stüt­zung von Wal­ter Land­au­er und Her­mann Kes­ten gab Gerard de Lan­ge in sei­nem Ver­lag Allert de Lan­ge eben­falls deut­sche Exil­li­te­ra­tur her­aus. »Wäh­rend die Ver­le­ger Que­r­ido und de Lan­ge sich durch­aus nicht son­der­lich grün sind«, beschreibt Balt­schev das Ver­hält­nis, »tei­len die deut­schen Ver­lags­mit­ar­bei­ter das lite­ra­ri­sche Feld zivi­li­siert und freund­schaft­lich unter­ein­an­der auf.«7

Erste Ausgabe der Zeitschrift Die Sammlung

Ers­te Aus­ga­be der Zeit­schrift Die Samm­lung

Ein poli­tisch hoch­ka­rä­ti­ges Pro­jekt war die von Klaus Mann in den Jah­ren zwi­schen 1933 und 1935 her­aus­ge­ge­be­ne Kul­tur­zeit­schrift Die Samm­lung, deren ers­te Aus­ga­be mit Tex­ten von Alfred Döblin, Joseph Roth, Tho­mas Mann, Her­mann Kes­ten und ande­ren erschien. Bereits nach dem Erschei­nen gab es unter man­chen Autoren einen Streit über die expli­zit poli­ti­sche Aus­rich­tung der Zeit­schrift. »›Die Samm­lung‹ war schön­geis­tig«, beschrieb sie Klaus Mann, »dabei aber mili­tant – eine Publi­ka­ti­on von Niveau, aber nicht ohne Ten­denz. Die Ten­denz war gegen die Nazis.«8 Um es sich mit den natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Macht­ha­bern nicht gänz­lich zu ver­der­ben, distan­zier­ten sich Tho­mas Mann, René Schi­cke­le und Alfred Döblin von der Zeit­schrift.

Nach der Anne­xi­on Öster­reichs 1938 gin­gen die Nie­der­lan­de zu einer »Poli­tik der geschlos­se­nen Gren­zen« über, und »Frem­de« wur­den zu »Uner­wünsch­ten«. Als zwei Jah­re spä­ter deut­sche Trup­pen die Nie­der­lan­de besetz­ten, beging der Schrift­stel­ler und Über­set­zer Men­no ter Braak Selbst­mord. Lands­hoff war zu Ver­hand­lun­gen nach Lon­don gereist und woll­te für alle Ver­lags­an­ge­hö­ri­gen eng­li­sche Visa besor­gen, doch die­ses Ange­bot schlug Que­r­ido aus. Zusam­men mit sei­ner Frau wur­de er ver­haf­tet und 1943 im Ver­nich­tungs­la­ger Sobi­bór ermor­det. 1948 fusio­nier­te der Que­r­ido-Ver­lag mit dem Ber­mann-Fischer Ver­lag, der spä­ter im S. Fischer Ver­lag auf­ging. Im Jah­re 1950 erschien das letz­te Buch des Que­r­ido-Ver­la­ges und war dem Gedächt­nis Klaus Manns gewid­met, der ein Jahr zuvor Selbst­mord in Can­nes began­gen hat­te.

Balt­schev schil­dert die Geschich­te des Que­r­ido-Ver­la­ges im Kon­trast mit der Gegen­wart, in der sie Spu­ren der Ver­gan­gen­heit sucht. Dabei nähert sie sich ihrem Gegen­stand in einer feuil­le­to­nis­ti­schen Her­an­ge­hens­wei­se, in der sie die Geschich­te prä­sen­tiert, als wüss­te sie, »wie es gewe­sen ist«. Ihre Erzäh­lun­gen sind im Prä­sens gehal­ten, was ihnen eine fal­sche Aura der Authen­ti­zi­tät ver­leiht. Aber auch wenn das Buch wie ein his­to­ri­sches Rund­funk­fea­ture daher­kommt, leis­tet Balt­schev mit ihrer Rekon­struk­ti­on der Que­r­ido-Geschich­te einen wich­ti­gen Bei­trag, wobei auch die von Balt­schev zusam­men­ge­stell­te Que­r­ido-Biblio­gra­fie die ein­drucks­vol­le Leis­tung des Ver­la­ges doku­men­tiert.

Exil als Lebens­form

 

Andreas Rumler: Exil als geistige Lebensform (Edition A.B. Fischer, 2016)

Andre­as Rum­ler: Exil als geis­ti­ge Lebens­form (Edi­ti­on A.B. Fischer, 2016)

In sei­ner exzel­lent recher­chier­ten und auf­be­rei­te­ten Mono­gra­fie Exil als geis­ti­ge Lebens­form beschreibt Andre­as Rum­ler die Freund­schaft und das Arbeits­bünd­nis zwi­schen Lion Feucht­wan­ger und Ber­tolt Brecht von den 1920er bis zu den 1950er Jah­ren.  Feucht­wan­ger war bereits ein arri­vier­ter Autor, als ihn Brecht in Mün­chen auf­such­te, um ihn als »Coach« für sein Vor­an­kom­men im deut­schen Kul­tur­be­trieb zu nut­zen. Bei­de Autoren waren – wie Rum­ler tref­fend schreibt – »Fremd­lin­ge im eige­nen Land«9: Feucht­wan­ger ent­stamm­te einer jüdisch-ortho­do­xen Fami­lie und war häu­fig anti­se­mi­ti­schen Res­sen­ti­ments aus­ge­setzt, wäh­rend Brecht Spross einer wohl­ha­ben­den Fami­lie war, jedoch eher mit den Zie­len der revo­lu­tio­nä­ren Arbei­ter­klas­se sym­pa­thi­sier­te. Bei­de ent­flo­hen schließ­lich dem reak­tio­nä­ren, deutsch­tü­meln­den Milieu in Mün­chen mit einer »Emi­gra­ti­on« nach Ber­lin. Nach­dem Feucht­wan­ger die bay­ri­schen Zustän­de in sei­nem Roman Erfolg, dem ers­ten Teil sei­ner War­te­saal-Tri­lo­gie, bis­sig beschrie­ben hat­te, mein­te der Rezen­sent des Völ­ki­schen Beob­ach­ters, Feucht­wan­ger habe sich »sei­nen zukünf­ti­gen Emi­gran­ten­paß« reich­lich ver­dient.10

Nach der »Macht­über­ga­be« 1933 muss­ten bei­de Autoren rasch das Wei­te suchen. Im anti­fa­schis­ti­schen Kampf gerie­ten bei­de ins strö­men­de Fahr­was­ser des Sta­li­nis­mus, des­sen Gewalt bis an den Abgrund zu drü­cken schien. Feucht­wan­ger begriff Lite­ra­tur als Medi­um der Unter­hal­tung und Auf­klä­rung, unter­zog die deut­schen Ver­hält­nis­se in sei­ner War­te­saal-Tri­lo­gie einer scho­nungs­lo­sen Kri­tik. Doch als er 1937 in die Sowjet­uni­on reis­te, schwieg er über die Mos­kau­er Pro­zes­se und die Exzes­se der sta­li­nis­ti­schen Dik­ta­tur. Die­ses Schwei­gen schä­dig­te letzt­lich auch sei­ne kri­ti­sche Posi­ti­on in der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Faschis­mus.

Sowohl Feucht­wan­ger als auch Brecht gelang die Flucht an die West­küs­te der USA. Hol­ly­wood war für Brecht »Para­dies und Höl­le«, wo er zum Markt fah­ren muss­te, »wo Lügen gekauft« wur­den. Dort konn­te er zwar Dreh­bü­cher an den Mann brin­gen, doch war er vom kul­tur­in­dus­tri­el­len End­pro­dukt wie etwa von Fritz Langs Film Hang­men Also Die (1943) ent­täuscht. Von anti­kom­mu­nis­ti­schen Hys­te­rie der Nach­kriegs­zeit ver­trie­ben, such­te er eine neue Zuflucht in der neu gegrün­de­ten DDR. Feucht­wan­ger blieb dage­gen bis zu sei­nem Tod in den USA. »Nicht nur geo­gra­fisch, auch men­tal bleibt er sein Leben lang Emi­grant«, resü­miert Rum­ler, »das Exil wird ihm zur geis­ti­gen Lebens­form.«11 Am Ende ihrer Leben ster­ben sowohl Feucht­wan­ger als auch Brecht als »Fremd­lin­ge« in den Län­dern, in denen sie am Schluss Zuflucht gesucht hat­ten, ohne sie wirk­lich zu fin­den.

Exil & Meer

In ihrem Buch »Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …« wirft Kris­ti­ne von Soden einen dezi­diert weib­li­chen Blick auf die Erfah­rung des Exils in den 1930er Jah­ren. An exem­pla­ri­schen Bio­gra­fi­en der Lyri­ke­rin Mascha Kalé­ko, der Ärz­tin Her­tha Nathorff, der Jour­na­lis­tin Hil­da Marx, den Schau­spie­le­rin­nen Ruth Klin­ger und Lil­li Pal­mer, der Künst­le­rin Anna Frank-Klein und ande­ren weib­li­chen Emi­gran­tin­nen beschreibt sie ein­drucks­voll die Erfah­rung des Exils in Zei­ten, da vie­le Aus­we­ge aus der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Höl­le ver­sperrt waren. Kana­da nahm kei­ne Aka­de­mi­ke­rin­nen auf; in Argen­ti­ni­en war kei­ne Berufs­aus­übung ohne natio­na­les Diplom mög­lich; in Bel­gi­en wur­de eine Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung nur erteilt, wenn eine Arbeits­ge­neh­mi­gung vor­lag; in Däne­mark muss­ten Unter­halts­mit­tel nach­ge­wie­sen wer­den. Für vie­le bot ein­zig Paläs­ti­na einen Ort der Zuflucht, der ent­we­der per Schiff oder per Auto von Ber­lin nach Jeru­sa­lem auf einer Stre­cke von 4200 Kilo­me­ter zu errei­chen war. Bis zum Som­mer 1939 war auch Shang­hai ein Zufluchts­ort, der mehr der Ver­zweif­lung denn einer frei­en Wahl geschul­det war. »Nie­mand ent­schei­det sich aus frei­en Stü­cken für Shang­hai«, schreibt von Soden. »Doch wohin? Welt­wei­te Ein­wan­de­rungs­be­schrän­kun­gen las­sen kaum noch Sil­ber­strei­fen am Hori­zont erken­nen.«12

Kristine von Soden, »Und draußen weht ein fremder Wind ...« Über die Meere ins Exil (AvivA Verlag, 2016)

Kris­ti­ne von Soden,
»Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …«: Über die Mee­re ins Exil (Avi­vA Ver­lag, 2016)

Das Ein­drucks­vol­le die­ses außer­or­dent­li­chen Buches ist nicht allein die Beschrei­bung von Ein­zel­schick­sa­len, in denen die Erfah­rung der Emi­gra­ti­on und Ent­wur­ze­lung für die Lese­rin­nen und Leser erfahr­bar gemacht wird, son­dern auch das Auf­zei­gen immer­glei­cher Mecha­nis­men im Pro­zess der Ver­trei­bung: Die Herr­schafts­ma­schi­ne­rie treibt nicht allein die stig­ma­ti­sier­ten Men­schen außer Lan­des, son­dern berei­chert sich an ihrem Hab und Gut, räu­bert sie aus, bevor sie sie in die Wüs­te schickt, und inter­na­tio­nal agie­ren­de Schlep­per­ban­den pro­fi­tie­ren von der Ver­zweif­lung und Aus­weg­lo­sig­keit der Flücht­lin­ge. Dar­über hin­aus gelingt von Soden eine kri­ti­sche Rekon­struk­ti­on der Geschich­te aus ver­schie­de­nen Mate­ria­li­en wie Tage­buch­ein­trä­gen, Brie­fen, Gedich­ten, Peri­odi­ka, Zei­tungs­an­non­cen, Fotos, Rei­se­pro­spek­ten und selbst Päs­sen. So ist ihr Ver­such – wie sie im Vor­wort schreibt –, »einen neu­en Blick auf die Fluch­ten ins Exil wäh­rend des Natio­nal­so­zia­lis­mus zu wer­fen«13, nicht nur gelun­gen, son­dern er ver­webt Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart zu einer kri­ti­schen Bestands­auf­nah­me des­sen, was bei der Dis­kus­si­on von Emi­gra­ti­on und Men­schen­recht (die noch in Zei­ten des Krie­ges Han­nah Arend initi­ier­te) immer noch auf der Agen­da steht: Jeder Mensch hat das Recht, an jedem Ort die­ser Welt zu sein, ohne dafür Rechen­schaft able­gen zu müs­sen.

Bibliografische Angaben:

Bet­ti­na Balt­schev.
Höl­le und Para­dies: Ams­ter­dam, Que­r­ido und die deut­sche Exil­li­te­ra­tur.
Ber­lin: Beren­berg Ver­lag, 2016.
168 Sei­ten, 22,00 Euro.

Andre­as Rum­ler.
Exil als geis­ti­ge Lebens­form: Brecht + Feucht­wan­ger – Ein Arbeits­bünd­nis.
Ber­lin: Edi­ti­on A · B · Fischer, 2016.
160 Sei­ten, 16,80 Euro.

Kris­ti­ne von Soden.
»Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …«: Über die Mee­re ins Exil.
Ber­lin: Avi­vA Ver­lag, 2016.
240 Sei­ten, 19,90 Euro.

 

Bildquellen



Cover Höl­le und Para­dies — Beren­berg Ver­lag

Cover Die Samm­lungWiki­me­dia Com­mons

Cover Exil als Lebens­form — Edi­ti­on A B Fischer

Cover »Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …« — Avi­vA Ver­lag

© Jörg Auberg 2017

Nachweise

  1. Ber­tolt Brecht, Flücht­lings­ge­sprä­che: Erwei­ter­te Aus­ga­be (Ber­lin: Suhr­kamp, 2016), S. 132
  2. Klaus Mann, Der Wen­de­punkt: Ein Lebens­be­richt, hg. Fred­ric Kroll (Rein­bek: Rowohlt, 2006), S. 461
  3. Georg Ste­fan Trol­ler, Unter­wegs auf vie­len Stra­ßen: Erleb­tes und Erin­ner­tes (Köln: Edi­ti­on Memo­ria, 2016), S. 36
  4. Han­nah Arendt, The Jewish Wri­tings, hg. Jero­me Kohn und Ron H. Feld­man (New York: Scho­cken, 2007), S. 270; Arendt, Wir Flücht­lin­ge, übers. Eike Gei­sel (Stutt­gart: Reclam, 2016), S. 23–24
  5. Bet­ti­na Balt­schev, Höl­le und Para­dies: Ams­ter­dam, Que­r­ido und die deut­sche Exil­li­te­ra­tur (Ber­lin: Beren­berg, 2016), S. 28
  6. Klaus Mann, Der Wen­de­punkt, S. 420
  7. Bet­ti­na Balt­schev, Höl­le und Para­dies, S. 43
  8. Klaus Mann, Der Wen­de­punkt, S. 409; zur Kon­tro­ver­se um die Zeit­schrift sie­he Fre­de­ric Spotts, Cur­sed Lega­cy: The Tra­gic Life of Klaus Mann (New Haven: Yale Uni­ver­si­ty Press, 2016), S. 76–84, 101–102
  9. Andre­as Rum­ler, Exil als geis­ti­ge Lebens­form: Brecht + Feucht­wan­ger – Ein Arbeits­bünd­nis (Ber­lin: Edi­ti­on A · B · Fischer, 2016), S. 16
  10. Andre­as Rum­ler, Exil als geis­ti­ge Lebens­form, S. 56
  11. Andre­as Rum­ler, Exil als geis­ti­ge Lebens­form, S. 112, 150
  12. Kris­ti­ne von Soden, »Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …«: Über die Mee­re ins Exil (Ber­lin: Avi­vA Ver­lag, 2016), S. 154
  13. Kris­ti­ne von Soden, »Und drau­ßen weht ein frem­der Wind …«: Über die Mee­re ins Exil, S. 9

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Andrej Platonow: Die Baugrube

Die Schwermut der Vergeblichkeit

Andrej Platonows Roman Die Baugrube liegt in einer deutschen Neuübersetzung vor

Von Jörg Auberg

 

Szene aus Dziga Vertovs Donbass-Sinfonie (1930)

Sze­ne aus Dzi­ga Ver­tovs Don­bass-Sin­fo­nie (1930)

Als die Gro­ße Depres­si­on die west­li­che Welt ergriff, galt vie­len das »sowje­ti­sche Expe­ri­ment« als Gegen­ent­wurf zur kapi­ta­lis­ti­schen Herr­schaft. In der west­li­chen Ima­gi­na­ti­on war dort die Uto­pie einer ande­ren, bes­se­ren Gesell­schaft am Werk. Die Bil­der des »sozia­lis­ti­schen Auf­baus« ver­mit­tel­ten sich in Fil­men wie Dzi­ga Ver­tovs Enthu­si­as­mus (1930; dt. Die Don­bass-Sin­fo­nie), der noch heu­te als Meis­ter­werk des frü­hen Ton­films gilt. Mit sei­ner Mon­ta­ge von Fabrik­lärm, Pfeif­tö­nen von Loko­mo­ti­ven und Arbei­ter­lie­dern sowie sei­ner Ästhe­ti­sie­rung der Arbeit im Sin­ne der »sowje­ti­schen Uto­pie« ver­herr­lich­te er die Indus­tria­li­sie­rung eines rück­stän­di­gen Agrar­staa­tes und die abso­lu­te Unter­wer­fung der Natur unter die rigo­ro­se Herr­schaft einer »neu­en Mensch­heit«, die letzt­lich mit einer auf die blo­ße öko­no­mi­sche Not­wen­dig­keit redu­zier­ten Blind­heit gegen­über dem »Sechs­tel der Erde« (wie die Sowjet­uni­on in einem frü­he­ren Ver­tov-Film titu­liert wur­de) geschla­gen war.

Szene aus Dziga Vertovs Donbass-Sinfonie (1930)

Sze­ne aus Dzi­ga Ver­tovs Don­bass-Sin­fo­nie (1930)

In einer Sze­ne von Enthu­si­as­mus wird die »Kul­tur­re­vo­lu­ti­on« pro­pa­giert: Wäh­rend eine Kir­che als Sinn­bild der alten Welt zer­stört wird, zeich­net sich am Hori­zont sche­men­haft das Neue ab. Die »Schat­ten der Ver­gan­gen­heit« wer­den, schrieb Ver­tov, in einem »revo­lu­tio­nä­ren Sprung« aus der Gegen­wart gesprengt und müs­sen den Akteu­ren der »neu­en Zeit« wei­chen, den »Pio­nie­ren«, »Kom­so­mol­zen« und »Funk­ama­teu­ren«, die »im Radio den Marsch ›Letz­ter Sams­tag‹ hören«.1 Der revo­lu­tio­nä­re Fünf­jah­res­plan ent­lädt sich im dunk­len Qualm der Fabrik­schlo­te, und im »Rhyth­mus des sozia­lis­ti­schen Auf­baus« (wie es Owen Hather­ley in sei­nem Buch The Chap­lin Machi­ne nennt) wer­den alle Unter­wor­fe­nen zu blo­ßen Ele­men­ten tay­lo­ris­ti­scher Übun­gen. Im Monu­men­tal­pro­jekt der sowje­ti­schen Moder­ni­sie­rung wan­dert der Kapi­ta­lis­mus in Form for­dis­ti­scher Tech­nik durch die Hin­ter­tür in den uto­pi­schen Raum ein und zer­stört den Traum einer bes­se­ren Gesell­schaft.2

 

Eine ande­re Sicht­wei­se auf die sowje­ti­sche Rea­li­tät jener Jah­re bie­tet Andrej Pla­to­nows im Jah­re 1930 ent­stan­de­ner Roman Die Bau­gru­be, der in der Sowjet­uni­on erst 1987 in der End­pha­se der Pere­stroi­ka erschei­nen konn­te und nun in einer von Gabrie­le Leu­pold erstell­ten Neu­über­set­zung auch auf Deutsch vor­liegt. Im Zen­trum des Romans steht der Bau eines gigan­ti­schen Tur­mes, eines »gemein­pro­le­ta­ri­schen Hau­ses«, »in dem sich zur lebens­lan­gen glück­li­chen Ansied­lung die Werk­tä­ti­gen des gesam­ten Erd­balls nie­der­las­sen wer­den«.3 In sei­ner mega­lo­ma­ni­schen Dimen­si­on ist die­ses uto­pi­sche Pro­jekt jedoch zum Schei­tern ver­ur­teilt. Zugleich ist es ver­wo­ben mit der Zwangs­kol­lek­ti­vie­rung der Bau­ern, die sich am Rand der Bau­gru­be ein­fin­den, um ihre Sär­ge ein­zu­for­dern, in denen sie ihr Leben beschlie­ßen wol­len, da ihnen die Exis­tenz­grund­la­ge genom­men wur­de.

Haupt­fi­gur des Romans ist der Melan­cho­li­ker Woscht­schew, der wegen des Nach­den­kens über den »Plan des Lebens« ent­las­sen wur­de und als Arbei­ter an der Bau­stel­le anfängt, wo er uner­müd­lich gräbt, ohne dass er auf den »Sinn des Lebens« stößt. Wie Pla­to­now selbst ist er zwi­schen Uto­pie und Skep­sis gegen­über dem Pro­jekt zer­ris­sen: Einer­seits ist er von »Hin­fäl­lig­keit einer über­leb­ten Welt« über­zeugt, ande­rer­seits wür­gen ihn der »Grütz­brei des Kom­mu­nis­mus« oder die »Feuch­tig­keit des lee­ren Ortes«.4

Im tota­len, durch­aus wohl­mei­nen­den Sys­tem der Mensch­heits­be­glü­ckung wer­den auch die neu­en Tech­no­lo­gi­en wie Radio und Film als »sozia­le Medi­en« begrif­fen (»Ich möch­te mei­ne Erfah­rung tei­len«, beti­tel­te Ver­tov einen sei­ner Auf­sät­ze aus dem Jah­re 1934). Pla­to­now jedoch sieht den Ein­satz der »neu­en Medi­en« kri­tisch: Im Bau­pro­jekt kommt ein Radiotrich­ter zur stän­di­gen Beschal­lung der Arbei­ter zum Ein­satz, der »immer­fort wie ein Schnee­sturm« arbei­tet. Ähn­lich wie Max Hork­hei­mer und Theo­dor W. Ador­no blieb Pla­to­now gegen­über den »Mas­sen­me­di­en« skep­tisch. »Emp­feh­lung wird zum Befehl«, und das Wort geht über in Kom­man­do und Dik­tat. Am Ende steht schließ­lich die blan­ke Herr­schaft.5

Andrej Platonow: Die Baugrube (Suhrkamp, 2016)

Andrej Pla­to­now: Die Bau­gru­be (Suhr­kamp, 2016)

In der Viel­schich­tig­keit des Tex­tes bleibt die Geschich­te Kon­struk­ti­on und wider­setzt sich einer ein­fa­chen Dar­stel­lung. In der End­fas­sung ist nur ein Sieb­tel des ursprüng­li­chen Tex­tes ent­hal­ten, schreibt die Über­set­ze­rin Gabrie­le Leu­pold in ihrem Nach­wort. »Nie darf man klein­lich sein beim Strei­chen«6, riet Theo­dor W. Ador­no. Bei Pla­to­now wird der Text bis zur Kennt­lich­keit ver­knappt: »so gräbt man Grä­ber, kei­ne Häu­ser«7, heißt es an einer Stel­le, wobei die Häu­ser zu Grä­bern wer­den. An einer ande­ren, par­odis­tisch kon­no­tier­ten Stel­le kon­tras­tiert er die herr­schaft­li­che »Gene­ral­li­nie« mit der Absur­di­tät des »links­ra­di­ka­len Sumpf[es] des rech­ten Oppor­tu­nis­mus«.8

Zu Recht hebt Leu­pold her­vor, dass die Spra­che »der eigent­li­che Akteur im Roman – und eine Her­aus­for­de­rung für die Leser« sei.9 Bereits der Anfang des Romans beschwört  in sei­ner sprach­li­chen »Eigen­tüm­lich­keit« die Beson­der­heit der his­to­ri­schen Situa­ti­on. »Am drei­ßigs­ten Jah­res­tag sei­nes per­sön­li­chen Lebens gab man Woscht­schew die Abrech­nung von der klei­nen Maschi­nen­fa­brik, wo er die Mit­tel für sei­ne Exis­tenz beschaff­te.«10 Im schein­bar uto­pi­schen Raum des »sowje­ti­schen Expe­ri­ments« müs­sen die Indi­vi­du­en, die kei­ne Indi­vi­du­en mehr sein dür­fen, den Nach­weis erbrin­gen, ob sie nütz­lich für die Welt sein könn­ten oder ob die­se »glück­lich« ohne sie aus­kä­me. In sei­ner rest­los büro­kra­ti­schen Ver­si­on käme der Sozia­lis­mus ohne sie aus, und sie wür­den »kre­pie­ren«, geben die offi­zi­el­len Ver­tre­ter des Sys­tems zu Pro­to­koll. Dass sie damit die gesam­te Idee einer bes­se­ren und gerech­te­ren Gesell­schaft ad absur­dum füh­ren, ist ihnen nicht bewusst, da sie das Den­ken im Sin­ne einer gedan­ken­lo­sen Ideo­lo­gie längst auf­ge­ge­ben haben. Der Melan­cho­li­ker Woscht­schew ver­wahrt zwar im Geheim­fach sei­nes Sackes »alle mög­li­chen Unglücks- und Ver­ges­sen­heits­din­ge«11, doch hilft ihm dies auch nicht, gegen das tri­um­phie­ren­de Sys­tem anzu­kom­men. Es domi­nie­ren »die all­ge­mei­ne Trau­rig­keit des Lebens und die Schwer­mut der Ver­geb­lich­keit«12.

Lei­der rui­niert der Ver­lag die­se ver­dienst­vol­le Neu­über­set­zung, zu der Gabrie­le Leu­pold  aus­führ­li­che Anmer­kun­gen zum his­to­ri­schen Ver­ständ­nis des Tex­tes bei­steu­ert, mit einem über­flüs­si­gen Nach­wort der Suhr­kamp-Haus­au­torin Sibyl­le Lewit­schar­off, die sich vor allem mit nar­ziss­ti­schen Bekennt­nis­sen in den Vor­der­grund rückt – »Ich wur­de mit dem Roman bekannt, als …« oder »Ich ken­ne kei­nen ande­ren Roman …« –, ohne dass sie in der Lage wäre, auch nur einen ori­gi­nä­ren Gedan­ken zu pro­du­zie­ren. Statt­des­sen trak­tiert sie die Leser mit For­mu­lie­run­gen wie »Ent­schul­di­gungs­ge­mur­mel«, »ver­filz­te Komik« oder »Hei­ter­keits­frö­sche«.13

 

Hans Günther:  Andrej Platonow (Suhrkamp 2016)

Hans Gün­ther: Andrej Pla­to­now (Suhr­kamp 2016)

Dage­gen bie­tet die kon­zi­se und fun­dier­te Pla­to­now-Mono­gra­fie des Sla­wis­ten Hans Gün­ther eine nütz­li­che Ein­füh­rung zum Werk Pla­t­a­nows. Im ers­ten Teil lie­fert er einen bio­gra­fi­schen Abriss, wäh­rend er im zwei­ten Teil detail­reich das pro­sai­sche und dra­ma­ti­sche Werk Pla­to­nows vor­stellt. Ein Über­blick über die Wir­kung des Wer­kes Pla­t­a­nows nach sei­nem frü­hen Tod im Jah­re 1951 und eine aus­führ­li­che Biblio­gra­fie run­den die­sen über­aus nütz­li­chen Band ab. Obwohl Pla­to­now sich nie vom »sowje­ti­schen Pro­jekt« distan­zier­te, kata­pul­tier­te ihn den­noch sei­ne kri­ti­sche Stand­fes­tig­keit in ein »Leben im Schat­ten«14, wie Gün­ther schreibt. Am Ende führ­te er eine nur noch am Ran­de der sowje­ti­schen Lite­ra­tur gedul­de­te Exis­tenz. Den­noch über­dau­er­te er die Zeit als einer der wich­tigs­ten Autoren die­ser Epo­che.

 

 

 Bibliografische Angaben:

Andrej Pla­to­now.
Die Bau­gru­be.
Aus dem Rus­si­schen über­setzt, mit Kom­men­ta­ren und einem Nach­wort ver­se­hen von Gabrie­le Leu­pold.   
Mit einem Essay von Sibyl­le Lewit­schar­off.
Ber­lin: Suhr­kamp Ver­lag, 2016.
240 Sei­ten, 24,00 EUR.

Hans Gün­ther.
Andrej Pla­to­now: Leben – Werk – Wir­kung.
Suhr­kamp Ver­lag, Ber­lin 2016.
148 Sei­ten, 14,00 EUR.

 

Bildquellen



Sze­nen­fo­tos Dzi­ga Ver­tov: Die Don­bass-Sin­fo­nie — Archiv des Autors

Cover Andrej Pla­to­now: Die Bau­gru­be — Suhr­kamp 2016

Cover Hans Gün­ther: Andrej Pla­to­now — Suhr­kamp 2016

Eine kür­ze­re Fas­sung erschien in literaturkritik.de, Nr. 3 (März 2017)
© Jörg Auberg 2017

 

Nachweise

  1. Dzi­ga Ver­tov, zitiert in: Die Don­baß-Sin­fo­nie (Enthu­si­as­mus), Inter­na­tio­na­les Forum des jun­gen Films, Ber­li­na­le 1972, hg. Freun­de der deut­schen Kine­ma­thek
  2. Owen Hather­ly, The Chap­lin Machi­ne: Slap­stick, For­dism and the Com­mu­nist Avant-Gar­de (Lon­don: Plu­to Press, 2016), S. 144–154
  3. Andrej Pla­to­now, Die Bau­gru­be, übers. Gabrie­le Leu­pold (Ber­lin: Suhr­kamp, 2016), S. 28
  4. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 58, 65, 91
  5. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 64; Kino-Eye: The Wri­tings of Dzi­ga Ver­tov, hg. Annet­te Michel­son (Ber­ke­ley: Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia Press, 1984), S. 119–123; Max Hork­hei­mer und Theo­dor W. Ador­no, »Dia­lek­tik der Auf­klä­rung«, in: Hork­hei­mer, Gesam­mel­te Schrif­ten, Band 5, hg. Gun­zelin Schmid Noerr (Frankfurt/Main: Fischer, 1987), S. 187
  6. Theo­dor W. Ador­no, Mini­ma Mora­lia: Refle­xio­nen aus dem beschä­dig­ten Leben (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1987), S. 105
  7. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 23
  8. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 157
  9. Gabrie­le Leu­pold, »Am Pro­le­ta­ri­at herrscht heu­te ein Man­ko oder Wie die Bau­gru­be gemacht ist«, in: Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 226
  10. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 7
  11. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 11
  12. Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 19
  13. Sibyl­le Lewit­schar­off, »Gefähr­li­che Lek­tü­re«, in: Pla­to­now, Die Bau­gru­be, S. 232, 233, 238
  14. Hans Gün­ther, Andrej Pla­to­now: Leben – Werk – Wir­kung (Ber­lin: Suhr­kamp, 2016), S. 46

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