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März 2018 Posts

Elizabeth Hardwick: Collected Essays

Aus dem Dunkel der Grossstadt

Elizabeth Hardwicks Essays und Kritiken liegen in einer Edition ihres Schülers Darryl Pinckney vor

Von Jörg Auberg

 

»Die Tra­di­ti­on der Unter­drück­ten belehrt uns dar­über, daß der ›Aus­nah­me­zu­stand‹, in dem wir leben, die Regel ist.«

Wal­ter Ben­ja­min, »Über den Begriff der Geschich­te«1

 

In den ein­schlä­gi­gen His­to­rio­gra­fi­en jener New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len­grup­pe, für die sich der Namen »New York Intel­lec­tu­als« ein­ge­bürgt hat, kommt die Auto­rin zumeist nur als mar­gi­na­le Neben­dar­stel­le­rin vor, wenn sie denn über­haupt Erwäh­nung fin­det.2 Bezeich­nen­der­wei­se wähl­te Alex­an­der Bloom für sei­ne männ­lich domi­nier­te Geschich­te der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len das Bild der »ver­lo­re­nen Söh­ne«, und dort tauch­ten Akteu­rin­nen wie Mary McCar­thy, Han­nah Arendt, Eliza­beth Hard­wick und Susan Son­tag letzt­lich auch nur unter fer­ner lie­fen auf.3

 

»Dark Ladies of New York«

In der Geschich­te tri­um­phier­ten die männ­li­chen New York Intel­lek­tu­el­len als Agen­ten der Moder­ne, die den US-ame­ri­ka­ni­schen Boden für die euro­päi­sche Avant­gar­de aus der »Zwi­schen­zeit« der bei­den Welt­krie­ge berei­te­ten und die Grund­la­gen für einen »Cold War Moder­nism« nach 1945 leg­ten. Für euro­päi­sche Auto­ren wie Ser­ge Guil­baut bil­de­ten die New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len ein Racket, die die Idee der moder­nen Kunst stah­len und eine »Ent-Mar­xi­sie­rung der Intel­li­genz« betrie­ben.4 Im Sub­text des Tri­um­phes der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len, die in den 1970er Jah­ren das Ter­rain für den Neo­kon­ser­va­tis­mus in der US-ame­ri­ka­ni­schen Poli­tik ebne­ten, blie­ben die weib­li­chen New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len weit­ge­hend auf der Stre­cke. Wie Wal­ter Ben­ja­min unter­strich, gehör­ten die am Boden Lie­gen­den zur Beu­te des Tri­umph­zu­ges.5 Sym­pto­ma­tisch für den männ­li­chen Blick auf die Geschich­te der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len war Nor­man Podho­retz’ Kate­go­ri­sie­rung von weib­li­chen Intel­lek­tu­el­len in sei­ner Auto­bio­gra­phie Making It (1967) als »Dark Ladies of New York«, die ihre männ­li­chen Gegen­stü­cke mit Witz, bei­ßen­dem Spott und Angriffs­lus­tig­keit quäl­ten und ihre Auto­ri­tät in der Kul­tur­in­dus­trie in Fra­ge stell­ten.6

 

Elizabeth Hardwick: Collected Essays (New York Review Books, 2017)

Eliza­beth Hard­wick: Collec­ted Essays (New York Review Books, 2017)

Zu den »Dark Ladies« zähl­te auch Eliza­beth Hard­wick (1916–2007), deren Essays nun in einer Aus­wahl ihres Schü­lers Dar­ryl Pinck­ney vor­lie­gen. In der Typo­lo­gie der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len, wie sie Irving Howe in sei­nem grund­le­gen­den Essay »The New York Intel­lec­tu­als«7 beschrieb, war sie eher unty­pisch für das Milieu. 1916 in Lexing­ton (Ken­tu­cky) gebo­ren, absol­vier­te sie ein Stu­di­um an der Uni­ver­si­ty of Ken­tu­cky, ehe sie in den frü­hen 1940er Jah­ren nach New York auf­brach. Dort schlug sie sich nach der Publi­ka­ti­on ihres Debüt­romans The Ghost­ly Lover (1945) als freie Auto­rin durch, ehe sie die Auf­merk­sam­keit des Her­aus­ge­bers der Par­ti­san Review, Phi­lip Rahv, auf sich zog und zu einem fes­ten Bestand­teil des New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len­mi­lieus wur­de. Auf einer Par­ty im Green­wich Vil­la­ge lern­te sie den Dich­ter Robert Lowell ken­nen, den sie 1949 hei­ra­te, doch wur­de die Ehe von Lowells mani­scher Depres­si­on über­schat­tet.8

 

Niedergang der Literaturkritik

 

Cover Par­ti­san Review 1948

In Pinck­neys Aus­wahl­band fin­den sich Hard­wicks Essays, die in den Jah­ren zwi­schen 1953 und 2003 in Zeit­schrif­ten wie Par­ti­san Review, New York Review of Books, The New Repu­blic, Harper’s Maga­zi­ne, Daeda­lus und Three­pen­ny Review sowie als Vor­wor­te zu Buch­aus­ga­ben erschie­nen. Zen­tra­les Ele­ment der Samm­lung ist Hard­wicks Essay 1959 erschie­ne­ner Essay »The Decli­ne of Book Reviewing«, in dem sie den Nie­der­gang des Rezen­si­ons­ge­wer­bes in der US-ame­ri­ka­ni­schen Kul­tur­in­dus­trie beklag­te. In der gegen­wär­ti­gen Publi­zis­tik sei Lite­ra­tur­kri­tik zur gefäl­li­gen Dienst­leis­tung ohne Enga­ge­ment, Cha­rak­ter oder Exzen­tri­zi­tät ver­kom­men, bemän­gel­te sie. Die zur unter­wer­fen­den Anpas­sung fähi­gen und wil­li­gen Rezen­sen­ten sei­en für Klein­stadt­ga­zet­ten das pas­sen­de Per­so­nal, urteil­te die aus dem ame­ri­ka­ni­schen Hin­ter­land stam­men­de Intel­lek­tu­el­le, doch für das Metro­po­len­ge­schäft einer weit­läu­fi­gen Lite­ra­tur­kri­tik sei­en ande­re Qua­li­tä­ten gefragt.9 Mit die­ser Kul­tur­kri­tik, die eher auf der per­sön­li­chen denn auf der gesell­schaft­li­chen Ebe­ne agier­te, ging sie mit der damals gän­gi­gen Schel­te des »Mid­brow Cults« (der Buch­ge­mein­schafts­kul­tur der Mit­tel­schich­ten-Schmocks) kon­form, wie sie Dwight Mac­do­nald in den 1950er Jah­ren kul­ti­viert hat­te. Kri­tik wur­de nicht an den kapi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen der domi­nan­ten Publi­zis­tik ver­or­tet, son­dern an indi­vi­du­el­len Defi­zi­ten der abhän­gig beschäf­tig­ten Jour­na­lis­ten.10

Ihre Vor­stel­lung einer »lei­den­schaft­li­chen« Lite­ra­tur­kri­tik konn­te sie mit der New York Review of Books rea­li­sie­ren, die wäh­rend eines New Yor­ker Dru­cker­streiks im Jah­re 1963 gegrün­det wur­de. In den ers­ten Jah­ren der Zeit­schrift wur­den die The­men nicht allein lite­ra­risch, son­dern vor allem poli­tisch bestimmt: von der Bür­ger­rechts­be­we­gung über die Gewalt in den urba­nen Zen­tren bis zu den Atten­ta­ten auf Mar­tin Luther King und Robert Ken­ne­dy. In Tex­ten über Sel­ma, Watts und Chi­ca­go erweist sich die New Yor­ker Intel­lek­tu­el­le aus dem Hin­ter­land jedoch als poli­ti­sche Dilet­tan­tin, die sich allein auf die Kli­schees der 1930er Jah­re ver­steht. »Die Kon­zen­tra­ti­on auf die Indus­trie­ar­beit, wei­ße Klein­päch­ter, die Sowjet­uni­on und die Nazis ließ den Neger als blo­ße Fuß­no­te zurück«11, behaup­tet sie in einem Text über die Kämp­fe in Sel­ma (Ala­ba­ma) mit Blick auf das intel­lek­tu­el­le Leben in New York wäh­rend der drei­ßi­ger Jah­re. Hier offen­bart sich die ver­eng­te Per­spek­ti­ve eines »bor­nier­ten Land­tiers«, das ver­spä­tet zu den »bor­nier­ten Stadt­tie­ren« stieß, ohne das Enga­ge­ment der kom­mu­nis­ti­schen Lin­ken in den 1930er Jah­ren für die Belan­ge der Schwar­zen wahr­zu­neh­men.

 

Cover New York Review of Book - August 1967

Cover New York Review of Book — August 1967

Auch in ande­ren Tex­ten – etwa in fil­mi­schen Sti­li­sie­rung radi­ka­ler Poli­tik in Robert Kramers Film Ice im Anschluss an die Ereig­nis­se von 1968 – fehlt ihr das poli­ti­sche Ver­ständ­nis für eine ange­mes­se­ne Kom­men­tie­rung.12 Unter­schwel­lig folg­te Hard­wick dem neo­kon­ser­va­ti­ven Pro­gramm der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len in den spä­ten 1960er und frü­hen 1970er Jah­ren, blieb aber an der Ober­flä­che dem schein­bar radi­ka­len Zeit­geist der New York Review of Books ver­haf­tet. Mit den »Young Radi­cals« in Poli­tik und Kul­tur ver­band sie wenig, doch die Zeit­schrift setz­te auf die jun­ge Kund­schaft, indem sie 1967 ihre Titel­sei­te mit der Abbil­dung des Auf­baus eines Molo­tow-Cock­tails schmück­te.

 

»Street-fighting Woman«

W ie vie­le New Yor­ker Intel­lek­tu­el­le blieb Hard­wick nicht nur ihrem poli­ti­schen Spek­trum begrenzt, son­dern auch ihre lite­ra­ri­sche Spann­wei­te beschränk­te sich auf die frü­he oder »klas­si­sche« Moder­ne angel­säch­si­scher Prä­gung, die Auto­rin­nen und Auto­ren wie Edith Whar­ton, Vir­gi­nia Woolf, Kathe­ri­ne Ann Por­ter, Hen­ry James, Her­man Mel­vil­le, Ernest Heming­way und Wil­liam Faulk­ner ein­schloss, wäh­rend spä­te­re Auto­ren der Beat Gene­ra­ti­on oder Post­mo­der­ne (Wil­liam Bur­roughs, Donald Bart­hel­me, Tho­mas Pyn­chon oder Kathy Acker) nur en pas­sant gestreift wer­den oder gar kei­ne Erwäh­nung fin­den. In sei­ner Cha­rak­te­ri­sie­rung der New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len hat­te Irving Howe her­vor­ge­ho­ben, dass ihre bes­ten Tex­te durch eine zuge­spitz­te Form der Pole­mik, der intel­lek­tu­el­len Pyro­tech­nik gekenn­zeich­net sei­en.13 Bei Hard­wick fun­kelt die­ses Feu­er­werk in einem glän­zen­den Ver­riss von Car­los Bakers Heming­way-Bio­gra­fie, in dem sie dem Autor alle typi­schen New Yor­ker intel­lek­tu­el­len Knall­frö­sche gegen die Ste­ri­li­tät des Aka­de­mis­mus um die Ohren haut und sein Talent in Fra­ge stellt.14

 

Elizabeth Hardwick - Herman Melville (Viking Penguin 2000)

Eliza­beth Hard­wick — Her­man Mel­vil­le (Viking Pen­gu­in 2000)

Ihre anti­aka­de­mi­sche Idio­syn­kra­sie leb­ten die New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len in Form des Essays aus. »Eliza­beth Hard­wick schrieb wäh­rend des Gol­de­nen Zeit­al­ters des ame­ri­ka­ni­schen lite­ra­ri­schen Essays«, tönt es vom Cover des Ban­des. Doch der Form des Essays wohnt eine Dia­lek­tik inne, die nicht immer zum Vor­teil des Gegen­stan­des ist. »Los­ge­las­sen von der Dis­zi­plin aka­de­mi­scher Unfrei­heit wird die geis­ti­ge Frei­heit sel­ber unfrei«, schrieb Theo­dor W. Ador­no in sei­nem Essay über den »Essay als Form«, »will­fahrt dem gesell­schaft­lich prä­for­mier­ten Bedürf­nis der Kun­den­schaft.«15 In ihren Essays und Vor­wor­ten zu Her­man Mel­vil­le ver­such­te sich Hard­wick mit­tels der kur­zen effekt­vol­len und effekt­hei­schen­den Form von »aka­de­mi­schen« Abhand­lun­gen abzu­set­zen, ganz im Sti­le einer »street-fighting woman« New Yor­ker Pro­ve­ni­enz. Sie ver­wahr­te sich gegen Ver­su­che der Mel­vil­le-Scho­las­tik, die den Autor zum Objekt »wil­der Über­in­ter­pre­ta­tio­nen«16 mach­te, doch in ihrer Feti­schi­sie­rung der kur­zen Form lief sie auch stän­dig Gefahr, ihre Gegen­stän­de einer »ver­sier­ten Ober­fläch­lich­keit«17 zu opfern. In man­chen ihrer Tex­te über­la­ger­te der Hang zur Poin­tiert­heit, zu Esprit und Stil die ange­mes­se­ne Tie­fe des Gedan­ken­gangs. Dies wird bei­spiels­wei­se deut­lich, wenn man ihre Ein­lei­tung zu Moby-Dick der des Mel­vil­le-Bio­gra­fen Andrew Del­ban­co gegen­über­stellt.18 Auch ihre Ein­las­sun­gen zu Mel­vil­les frü­her Wall­street-Figur Bart­le­by sind eher kon­ven­tio­nell und wer­fen kein neu­es Licht auf die Figur und ihren Kon­text.

 

Falsche Heroisierung

In der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit wur­den die New Yor­ker Intel­lek­tu­el­len oft als Gegen­bild zu den insti­tu­tio­na­li­sier­ten Aka­de­mi­kern in einer kom­mer­zia­li­sier­ten Wis­sens­bü­ro­kra­tie rück­bli­ckend idea­li­siert. In einer »melan­cho­li­schen Retro­nor­ma­ti­vi­tät« (wie ein Begriff des Sozio­lo­gen Oli­ver Nacht­w­ey lau­tet) gal­ten sie als Inbe­griff der »öffent­li­chen Intel­lek­tu­el­len«, die den poli­ti­schen Dis­kurs präg­ten.19 Der vor­lie­gen­de Band mit Tex­ten von Eliza­beth Hard­wick aus dem schein­ba­ren »Gol­de­nen Zeit­al­ter des ame­ri­ka­ni­schen lite­ra­ri­schen Essays« ent­hüllt die Stär­ken und Schwä­chen einer Form des Schrei­bens unter den gesell­schaft­li­chen und öko­no­mi­schen Prä­mis­sen einer Epo­che, die ver­gan­gen, doch nicht zu ver­klä­ren ist. Auch sie muss einer kri­ti­schen Refle­xi­on unter­zo­gen wer­den. Lei­der ist der Her­aus­ge­ber Pinck­ney dazu nicht in der Lage, da er kaum einen kri­ti­schen Zugang zu den Tex­ten und der Bio­gra­fie sei­ner eins­ti­gen Leh­re­rin fin­det und sich statt­des­sen in einer fal­schen Heroi­sie­rung ergeht. So muss sich der zeit­ge­nös­si­sche Leser selbst eine Kri­tik erschlie­ßen.

 

Bibliografische Angaben:

Eliza­beth Hard­wick.
The Collec­ted Essays of Eliza­beth Hard­wick.
Aus­ge­wählt und ein­ge­führt von Dar­ryl Pinck­ney.
New York: New York Review Books, 2017.
640 Sei­ten, US-$ 19,95.
ISBN: 9781681371542.

 

Bildquellen



Cover The Collec­ted Essays of Eliza­beth Hard­wick — © New York Review Books, 2017

Cover Par­ti­san Review — © Howard Got­lieb Archi­val Rese­arch Cen­ter, Bos­ton Uni­ver­si­ty

Cover New York Review of Books — © NYRB Archi­ves

Cover Eliza­beth Hard­wick: Her­man Mel­vil­le — ©Viking Pen­gu­in, 2000

© Jörg Auberg 2018

Nachweise

  1. Wal­ter Ben­ja­min, »Über den Begriff der Geschich­te«, in: Ben­ja­min, Gesam­mel­te Schrif­ten, Band I:2, hg. Rolf Tie­de­mann und Her­mann Schwep­pen­häu­ser (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1991), S. 697
  2. In Alan Walds Grup­pen­bio­gra­fie The New York Intel­lec­tu­als: The Rise and Decli­ne of the Anti-Sta­li­nist Left from the 1930s to the 1980s (Cha­pel Hill: Uni­ver­si­ty of Caro­li­na Press, 1987) fin­det sie kei­ne Erwäh­nung. Ter­ry Coo­ney (The Rise of the New York Intel­lec­tu­als: Par­ti­san Review and Its Cir­cle, 1934–1945 (Madi­son: Uni­ver­si­ty of Wis­con­sin Press, 1987) und Hugh Wil­ford (The New York Intel­lec­tu­als: From Van­guard to Insti­tu­ti­on (Man­ches­ter: Man­ches­ter Uni­ver­si­ty Press, 1995) erwäh­nen sie in ihren Stu­di­en jeweils ein­mal.
  3. Alex­an­der Bloom, Pro­di­gal Sons: The New York Intel­lec­tu­als and Their World (New York: Oxford Uni­ver­si­ty Press, 1986)
  4. Ser­ge Guil­baut, Wie New York die Idee der moder­nen Kunst gestoh­len hat: Abs­trak­ter Expres­sio­nis­mus, Frei­heit und Kal­ter Krieg, übers. Ulla Bie­sen­kamp (1983; Dres­den: Ver­lag der Kunst, 1997)
  5. Ben­ja­min, »Über den Begriff der Geschich­te«, S. 696
  6. Har­vey Teres, Renewing the Left: Poli­tics, Ima­gi­na­ti­on, and the New York Intel­lec­tu­als (New York: Oxford Uni­ver­si­ty Press, 1996), S. 173–203
  7. Irving Howe, »The New York Intel­lec­tu­als« (1969), in: Howe, Selec­ted Wri­tings 1950–1990 (San Die­go: Har­court Brace Jova­no­vich, 1990), S. 240–280
  8. Bio­gra­fi­sche Details ent­stam­men Mark Krup­nicks Nach­ruf auf Eliza­beth Hard­wick: Mark Krup­nick, »Eliza­beth Hard­wick«, The Gua­di­an, 6. Dezem­ber 2007, https://www.theguardian.com/news/2007/dec/06/guardianobituaries.usa
  9. Eliza­beth Hard­wick, »The Decli­ne of Book Reviewing«, Harper’s Maga­zi­ne (1959), in: The Collec­ted Essays of Eliza­beth Hard­wick, hg. Dar­ryl Pinck­ney (New York: New York Review Books, 2017), S. 59–68
  10. Dwight Mac­do­nald, »Mass­cult & Mid­cult«, zuerst erschie­nen 1960 in Par­ti­san Review, rpt. Mac­do­nald, Against the Ame­ri­can Grain (New York: Ran­dom Hou­se, 1962), S. 3–74; sie­he auch Jen­ni­fer Sza­lai, »Mac the Kni­fe: On Dwight Mac­do­nald«, The Nati­on, 22. Novem­ber 2011, https://www.thenation.com/article/mac-knife-dwight-macdonald/. Es ist bezeich­nend für die US-ame­ri­ka­ni­sche Dis­kus­si­on, dass die Auto­rin Mac­do­nald vor­wirft, er habe in sei­ner Kul­tur­kri­tik eher die Bazo­oka ver­wen­det, wäh­rend die Pis­to­le aus­ge­reicht hät­te. So fin­det auch die Kri­tik der Kul­tur­kri­tik im Schat­ten der »Gun­figh­ter Nati­on« statt. Sie­he Richard Slot­kin, Gun­figh­ter Nati­on: The Myth of the Fron­tier in Twen­tieth-Cen­tu­ry Ame­ri­ca (Nor­man: Uni­ver­si­ty of Okla­ho­ma Press, 1998)
  11. Hard­wick, »Sel­ma (Ala­ba­ma): The Charms of Good­ness«, in: The Collec­ted Essays of Eliza­beth Hard­wick, S. 148
  12. Zur Kri­tik des Films cf. James Roy Mac­be­an, Film and Revo­lu­ti­on (Bloo­m­ing­ton: India­na Uni­ver­si­ty Press, 1975), S. 196–208
  13. Howe, »The New York Intel­lec­tu­als«, S. 262
  14. Hard­wick, »Dead Souls: Ernest Heming­way«, in: The Collec­ted Essays of Eliza­beth Hard­wick, S. 190–194
  15. Theo­dor W. Ador­no, Noten zur Lite­ra­tur, hg. Rolf Tie­de­mann (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1981), S. 13
  16. Eliza­beth Hard­wick, Her­man Mel­vil­le (New York: Viking Pen­gu­in, 2000), S. 157
  17. Ador­no, Noten zur Lite­ra­tur, S. 12
  18. Eliza­beth Hard­wick, »Intro­duc­tion« zu Her­man Mel­vil­le, Moby-Dick or, The Wha­le (New York: The Modern Libra­ry, 2000), S. vii-xii; Andrew Del­ban­co, »Intro­duc­tion« zu Her­man Mel­vil­le, Moby-Dick or, The Wha­le (New York: Pen­gu­in, 2003), S. xi-xxx
  19. Oli­ver Nacht­w­ey, Die Abstiegs­ge­sell­schaft: Über das Auf­be­geh­ren in der regres­si­ven Moder­ne (Ber­lin: Suhr­kamp, 2016), S. 37. Die klas­si­sche Ver­tei­di­gung der »öffent­li­chen Intel­lek­tu­el­len« betrieb Rus­sell Jaco­by, der im Nie­der­gang des urba­nen Raums einen zen­tra­len Fak­tor für die »Aka­de­mi­sie­rung« der Intel­li­genz sah: cf. Rus­sell Jaco­by, The Last Intel­lec­tu­als: Ame­ri­can Cul­tu­re in the Age of Aca­de­me (New York: Basic Books, 1987)

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