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November 2016 Posts

Elliot Neaman: Free Radicals

Im Wes­ten nichts Neu­es

Elli­ot Nea­man erzählt die Geschich­te der Neu­en Lin­ken in der Bun­des­re­pu­blik aufs Neue

Von Jörg Auberg

 

 

Nichts wird wie­der sein wie vor­dem.
Jean Amé­ry (1974)1

 

 

 

In Jubi­lä­ums­an­spra­chen zum Jahr 1968 und zur damals statt­ge­fun­de­nen Jugend­re­vol­te wur­de häu­fig der uto­pi­sche Cha­rak­ter der inter­na­tio­na­len Rebel­li­on betont. Zwan­zig Jah­re nach dem his­to­ri­schen Ereig­nis hob Tho­mas Schmid, damals noch Lek­tor im Ver­lag Klaus Wagen­bach, in einer Art Denk­schrift her­vor, die Bewe­gung von 1968 sei liber­tär und anti­au­to­ri­tär gewe­sen und habe zu einer Moder­ni­sie­rung West­deutsch­lands bei­getra­gen, obgleich der »Grund­stein für die spä­te­re demo­kra­ti­sche Nor­ma­li­tät« bereits wäh­rend der Grün­dung der Bun­des­re­pu­blik mit ihrer Ent­schei­dung für die West­bin­dung und die sozia­le Markt­wirt­schaft gelegt wor­den sei.2 Mitt­ler­wei­le haben sich die deut­schen Ver­hält­nis­se wei­ter nach rechts ver­scho­ben: Nicht allein Schmid, der in den 1970er Jah­ren zur Grup­pe Revo­lu­tio­nä­rer Kampf in Frank­furt am Main gehör­te und in der Redak­ti­on der links­ra­di­ka­len Zeit­schrift Auto­no­mie arbei­te­te, wech­sel­te die Fron­ten und nahm unter­schied­li­che Füh­rungs­po­si­tio­nen im Sprin­ger-Ver­lag ein. Auch rechts­ex­tre­me Poli­ti­ker möch­ten die Uhr in deutsch­na­tio­na­le Zei­ten zurück­dre­hen. So rede­te bei­spiels­wei­se der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Jörg Meu­then, ein füh­ren­der Funk­tio­när der Rechts­au­ßen­par­tei AfD, vom »links-rot-grün ver­siff­ten 68er-Deutsch­land«3, wäh­rend die AfD-Vor­sit­zen­de Frau­ke Petry den Begriff »völ­kisch« reha­bi­li­tie­ren möch­te4.

 

Elliot Neaman: Free Radicals (Telos Press, 2016)

Elli­ot Nea­man: Free Radi­cals (Telos Press, 2016)

Mit sei­nem Buch Free Radi­cals ver­folgt der an der Uni­ver­si­tät von San Fran­cis­co leh­ren­de His­to­ri­ker Elli­ot Nea­man den Anspruch, einen neu­en Blick auf die Jugend­re­vol­te in der Bun­des­re­pu­blik in den 1960er und 1970er Jah­ren zu wer­fen und die Geschich­te der 68er Bewe­gung – unter Ein­be­zie­hung von Archiv­do­ku­men­ten unter ande­rem aus den Bestän­den der Staats­si­cher­heit der DDR – einer Neu­be­wer­tung zu unter­zie­hen. Nea­mans Erzäh­lung ori­en­tiert sich in ers­ter Linie an der Geschich­te des Sozia­lis­ti­schen Stu­den­ten­bun­des (SDS) vom Aus­schluss aus der SPD zu Beginn der 1960er Jah­re bis zu des­sen Auf­lö­sung im Jah­re 1970, wobei die Ereig­nis­se der Jah­re 1967 und 1968 als Höhe­punk­te in den poli­ti­schen und ideo­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen der Zeit in sepa­ra­ten Kapi­teln abge­han­delt wer­den. In Neben­strän­gen wer­den sub­kul­tu­rel­le Grup­pen wie die Situa­tio­nis­ten, »Haschre­bel­len« oder Hip­pies (vor allem im Umfeld von Ber­lin und Mün­chen) beleuch­tet, ehe die 68er-Bewe­gung in den 1970er Jah­ren – in Nea­mans Per­spek­ti­ve – spek­ta­ku­lär im Ter­ro­ris­mus der RAF ver­en­det.

In den Augen Nea­mans war das deut­sche Pro­jekt »68« im Gegen­satz zu ande­ren Pro­test­be­we­gun­gen in Frank­reich, Ita­li­en, Latein­ame­ri­ka oder den USA durch den expli­zit deut­schen Cha­rak­ter beschä­digt. Trotz des stets behaup­te­ten inter­na­tio­na­len Cha­rak­ters der Revol­te waren in der deut­schen Pro­test­be­we­gung deut­li­che Spu­ren von Anti­se­mi­tis­mus, Anti­ame­ri­ka­nis­mus und Natio­na­lis­mus vor­han­den, die sich schließ­lich in den 1970er Jah­ren in einer irrea­len Poli­tik der ter­ro­ris­ti­schen Gewalt ver­lor. Nach Nea­mans Ansicht war die poli­ti­sche Bedeu­tung eher mar­gi­nal, da sie es ver­säum­ten, orga­ni­sa­to­ri­sche Struk­tu­ren auf­zu­bau­en, mit denen sie ihre Visi­on einer ande­ren, gerech­te­ren Gesell­schaft hät­ten umset­zen kön­nen. Erst mit der Eta­blie­rung der Grü­nen im Par­tei­en­sys­tem der Bun­des­re­pu­blik gelang für Nea­man ein lin­kes Pro­jekt der poli­ti­schen Nach­hal­tig­keit. Doch in Para­phra­se Rus­sell Jaco­bys lie­ße sich sagen: Hul­di­gung des Erfolgs ist Hul­di­gung der Selbst­auf­ga­be.5

Ent­ge­gen dem Anspruch, eine neue Sicht­wei­se der außer­par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­ti­on (APO) in der Bun­des­re­pu­blik der 1960er und 1970er Jah­re zu prä­sen­tie­ren, erschöpft sich Nea­mans Buch jedoch in der Wie­der­auf­be­rei­tung einer Main­stream-His­to­rio­gra­fie, die von ex-lin­ken Kon­ver­ti­ten wie Wolf­gang Kraus­haar, Götz Aly, Gerd Koe­nen und ande­ren bestimmt wird, ohne dass Nea­man sich zu einer Form der Quel­len­kri­tik auf­raf­fen könn­te. Ähn­lich ver­hält es sich bei der mut­maß­li­chen Ein­fluss­nah­me der DDR-Staats­si­cher­heit auf han­deln­de Per­so­nen, Medi­en und Orga­ni­sa­tio­nen der Neu­en Lin­ken: Stets schon herrscht ein anti­kom­mu­nis­ti­scher Tenor vor, der sich über die »Unter­wan­de­rung« erei­fert, wäh­rend Nea­man kon­ti­nu­ier­lich die Kon­zen­tra­ti­on öko­no­mi­scher Macht in den Hän­den des Sprin­ger-Kon­zerns und des­sen maß­geb­li­che Beein­flus­sung der poli­ti­schen Pro­zes­se in der Bun­des­re­pu­blik ver­harm­lost.

 

Rudi Dutschke - Szenenfoto aus Ruhestörung - Ereignisse in Berlin 1967

Rudi Dutsch­ke — Sze­nen­fo­to aus Ruhe­stö­rung — Ereig­nis­se in Ber­lin 1967

Zudem ver­engt Nea­man die »Jugend­re­vol­te« in der Bun­des­re­pu­blik auf weni­ge »Medi­en­ze­le­bri­tä­ten« wie Rudi Dutsch­ke, Die­ter Kun­zel­mann oder Ulri­ke Mein­hof, wäh­rend er zen­tra­le Gestal­ten der Bewe­gung der »68er« wie etwa Hans-Jür­gen Krahl6 en pas­sant abfer­tigt. Eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung zur gegen­sei­ti­gen Ein­fluss­nah­me von Medi­en und poli­ti­scher Oppo­si­ti­on (wie sie für den US-ame­ri­ka­ni­schen SDS Todd Git­lin vor­nahm) fin­det sich bei Nea­man eben­so wenig wie eine Ana­ly­se der »Kul­tur­re­vo­lu­ti­on«, die über die »mao­is­ti­sche« Kon­no­ta­ti­on hin­aus gin­ge.7 Auch die Auf­lö­sung der Neu­en Lin­ken in diver­se mar­xis­tisch-leni­nis­ti­sche, trotz­kis­ti­sche oder anar­chis­ti­sche Mikro-Rackets zu Beginn der 1970er Jah­re oder die Zer­fa­se­rung der öffent­li­chen poli­ti­schen Arbeit in klein­tei­li­ge Fabri­ka­gi­ta­ti­on durch links­ra­di­ka­le Betriebs­grup­pen8 fin­den bei Nea­man eben­so wenig Berück­sich­ti­gung wie jeg­li­che Beschäf­ti­gung mit der »Gegen­kul­tur« und »Gegen­öf­fent­lich­keit« der Zeit.9 Statt­des­sen ver­harrt Nea­mans Erzäh­lung in einem äußerst eng gefass­ten Begriff des Poli­ti­schen.

 

Szenenfoto aus Ruhestörung - Ereignisse in Berlin 1967

Sze­nen­fo­to aus Ruhe­stö­rung — Ereig­nis­se in Ber­lin 1967

Zudem pro­ble­ma­ti­siert Nea­man nie­mals den Begriff der »anti­au­to­ri­tä­ren Revol­te«, unter dem das »Pro­jekt 68« in der kon­ven­tio­nel­len His­to­rio­gra­fie fir­miert. Zwar rekla­mier­ten die Mit­glie­der der APO für sich, gegen die Auto­ri­tä­ten des »post­fa­schis­ti­schen« Staa­tes auf­zu­be­geh­ren und für eine »Rede­mo­kra­ti­sie­rung die­ses Lan­des«10 zu kämp­fen, doch war das Ver­hält­nis der Akti­vis­ten zur »Auto­ri­tät« stets schon ambi­va­lent. Vor allem nach 1967, als sich für die APO zuneh­mend die »Orga­ni­sa­ti­ons­fra­ge« stell­te und die Revol­tie­ren­den in einem revo­lu­tio­nä­ren Pro­zess wähn­ten11, griff der auto­ri­tä­re Cha­rak­ter auf die Han­deln­den selbst über, die als ideo­lo­gi­sche Schein­rie­sen durch die West­ber­li­ner Pro­vinz staks­ten, als wür­de dort ein Tech­ni­co­lor-Remake der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on in Sze­ne gesetzt. In der selbst­er­nann­ten Avant­gar­de setz­te sich schließ­lich der auto­ri­tä­re Cha­rak­ter, den sie vor­geb­lich bekämpf­te.

»Wie in den Anti-Auto­ri­tä­ren Auto­ri­tät fort­west, so staf­fie­ren sie ihre nega­tiv besetz­ten ima­gi­nes mit den tra­di­tio­nel­len Füh­rer­qua­li­tä­ten aus und wer­den unru­hig, sobald sie anders sind, nicht dem ent­spre­chen, was die Anti-Auto­ri­tä­ren ins­ge­heim doch von Auto­ri­tä­ten begeh­ren. Die am hef­tigs­ten pro­tes­tie­ren, glei­chen den auto­ri­täts­ge­bun­de­nen Cha­rak­te­ren in der Abwehr von Intro­spek­ti­on; wo sie sich mit sich beschäf­ti­gen, geschieht es kri­tik­los, rich­tet sich unge­bro­chen, aggres­siv nach außen. Die eige­ne Rele­vanz über­schät­zen sie nar­ziß­tisch, ohne zurei­chen­den Sinn für Pro­por­tio­nen.« – Theo­dor W. Ador­no, 196912

 

Szenenfoto aus Ruhestörung - Ereignisse in Berlin 1967

Sze­nen­fo­to aus Ruhe­stö­rung — Ereig­nis­se in Ber­lin 1967

In sei­ner kon­ven­tio­nel­len His­to­rio­gra­fie dringt Nea­man nie zu den tie­fe­ren Schich­ten der Geschich­te vor, son­dern begnügt sich damit, Zitat an Zitat anein­an­der­zu­rei­hen, um die aus­ge­wähl­ten Akteu­re nach sei­nem Sze­na­rio am Nasen­ring durch sei­ne Mane­ge zu füh­ren. Anstatt intel­lek­tu­el­le Kri­ti­ker der Lin­ken wie Jean Amé­ry oder Ulrich Son­ne­mann ein­zu­be­zie­hen, die im »Land der unbe­grenz­ten Zumut­bar­kei­ten« gegen die »Pla­nier­rau­pen der Geschichts­ver­drän­gung« auch die ver­schie­de­nen Schat­tie­run­gen der Lin­ken nicht von der not­wen­di­gen Kri­tik aus­nah­men13, ein­zu­be­zie­hen, repe­tiert Nea­man ledig­lich die Geschichts­ur­tei­le sei­ner Vor­gän­ger, aus deren Büchern er aus­gie­big zitiert. Dabei unter­lau­fen ihm nicht allein zahl­rei­che ortho­gra­phi­sche und biblio­gra­phi­sche Feh­ler (die in ihrer Häu­fung zum Ärger­nis wer­den), son­dern in sei­ner man­geln­den hand­werk­li­chen Sorg­falt pro­du­ziert er auch inhalt­li­che Feh­ler, die einem selbst­er­nann­ten Exper­ten des Sujets nicht pas­sie­ren dürf­ten. So bezeich­net er Ralf Rein­ders als »Mit­glied der Haschre­bel­len und spä­ter der RAF«, obwohl er zur »Bewe­gung 2. Juni« gehör­te. An ande­rer Stel­le spricht er von »Fritz Teu­fel und Rai­ner Kun­zel­mann« (wobei er ver­schie­de­ne Per­so­nen kur­zer­hand ver­mischt) oder von einem inexis­ten­ten »Rolf His­ser«, der rea­li­ter den Namen »Rolf Heiß­ler« trägt.14 Um die Kri­tik des auto­ri­tä­ren Staa­tes zu dis­kre­di­tie­ren und die Gesell­schafts­kri­tik der Neu­en Lin­ken als anti­quiert zu des­avou­ie­ren, dekla­riert er Max Hork­hei­mers Essay »Auto­ri­tä­rer Staat« und die Stu­die The Auto­ri­ta­ri­an Per­so­na­li­ty als »Reinkar­na­ti­on der letz­ten Jah­re der Wei­ma­rer Demo­kra­tie«, obgleich die­se Tex­te in den 1940er Jah­ren im US-ame­ri­ka­ni­schen Exil auf Basis aktu­el­ler Stu­di­en in den USA des emi­grier­ten Frank­fur­ter Insti­tuts für Sozi­al­wis­sen­schaft ent­stan­den.15

Letzt­lich erfüllt Nea­mans Buch mit sei­nen zahl­rei­chen Feh­lern kaum den Ansprü­chen einer seriö­sen Wis­sen­schaft, son­dern hat eher den Cha­rak­ter eines spek­ta­ku­la­ris­tisch auf­ge­heiz­ten »poli­ti­schen Thril­lers«16, als den es sein Autor im Vor­wort anpreist, wobei die Ideo­lo­gie den Plot über­la­gert. So hält sich die Span­nung beim Lesen in Gren­zen, denn all das, was Nea­man auf­zu­bie­ten hat, war vor Jah­ren schon anders­wo zu lesen. Auch das Per­so­nal aus dem Remake von The Good, the Bad, and the Ugly ver­mag kei­ne Über­ra­schun­gen zu bie­ten. Groß­spu­rig betritt Nea­man am Anfang als Erzäh­ler einer kri­ti­schen Geschich­te die Büh­ne, doch nach sei­nem Abtritt bleibt nur die Erin­ne­rung an eine kläg­li­che Vor­stel­lung zurück, die schnell und zurecht in Ver­ges­sen­heit gerät.

 

Biblio­gra­phi­sche Anga­ben:

Elli­ot Nea­man.
Free Radi­cals:
Agi­ta­tors, Hip­pies, Urban Gue­ril­las, and Germany’s Youth Revolt of the 1960s and 1970s.

Mit einem Vor­wort von Timo­thy W. Luke.
Can­dor, NY: Telos Press, 2016.
272 Sei­ten, 24,95 US-Dol­lar.

 

© Jörg Auberg 2016

 

Bildquellen



Cover Free Radi­cals — Telos Press 2016

Sze­nen­fo­tos Ruhe­stö­rung — Ereig­nis­se in Ber­lin 1967 (Hans Die­ter Mül­ler und Gün­ther Hör­man, 1968); aus: Wil­helm Roth, Der Doku­men­tar­film seit 1960 (Mün­chen: Bucher, 1982)

 

Nachweise

  1. Jean Amé­ry, »Für eine Volks­front die­ser Zeit: Prin­zi­pi­en einer aktu­el­len Lin­ken«, in: Amé­ry, Wer­ke, Band 7, hg. Ste­phan Stei­ner (Stutt­gart: Klett-Cot­ta, 2005), S. 347
  2. Tho­mas Schmid, »Die Wirk­lich­keit eines Traums: Ver­such über die Gren­zen des auto­po­ie­ti­schen Ver­mö­gens mei­ner Genera­ti­on«, in: Schmid et al., Die Früch­te der Revol­te: Über die Ver­än­de­rung der poli­ti­schen Kul­tur durch die Stu­den­ten­be­we­gung (Ber­lin: Wagen­bach, 1988), S. 9, 16; zur Kri­tik sie­he Jörg Auberg, »Die Illu­si­on fährt mit der Stra­ßen­bahn: Intel­lek­tu­el­le Meta­mor­pho­sen«, Die Akti­on, Nr. 58–59 (Novem­ber 1989):901–911
  3. Sabi­ne am Orde, »AfD, die neue Hei­mat für Rechts­ex­tre­me«, taz, 16. Juni 2016, S. 3
  4. taz, 12. Sep­tem­ber 2016, S. 6
  5. »Homage to suc­cess is homage to vio­lence«, in: Rus­sell Jaco­by, Dialec­tic of Defeat: Con­tours of Wes­tern Mar­xism (Cam­bridge: Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press, 1981), S. 4
  6. Cf. Hans-Jür­gen Krahl, Kon­sti­tu­ti­on und Klas­sen­kampf: Zur his­to­ri­schen Dia­lek­tik von bür­ger­li­cher Eman­zi­pa­ti­on und pro­le­ta­ri­scher Revo­lu­ti­on (Frankfurt/Main: Ver­lag Neue Kri­tik, 1971)
  7. Cf. Todd Git­lin, The Who­le World is Watching: Mass Media in the Making and Unma­king of the New Left (Ber­ke­ley: Uni­ver­si­ty of Cali­for­nia Press, 1980); agit 883: Revol­te – Under­ground in West­ber­lin, 1969–1972, hg. rota­print 25 (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2006)
  8. Cf. u. a. Gun­nar Hinck, Wir waren wie Maschi­nen: Die bun­des­deut­sche Lin­ke der sieb­zi­ger Jah­re (Ber­lin: Rot­buch, 2012); Micha­el Stef­fen, Geschich­ten vom Trüf­fel­schwein: Poli­tik und Orga­ni­sa­ti­on des Kom­mu­nis­ti­schen Bun­des 1971 bis 1991 (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2002); Jan Ole Arps, Früh­schicht: Lin­ke Fabrik­in­ter­ven­ti­on in den 70er Jah­ren (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2011)
  9. Cf. Jörg Auberg, »Tex­te und Kada­ver: Vom Elend der Gegen­öf­fent­lich­keit«, in: Ver­zeich­nis der Alter­na­tiv­me­di­en: Aus­ga­be 1991/92 (Ber­lin: Edi­ti­on ID-Archiv, 1992), S. 12–23
  10. Ulri­ke Mein­hof, »Ent­eig­net Sprin­ger«, in: Mein­hof, Die Wür­de des Men­schen ist antast­bar: Auf­sät­ze und Pole­mi­ken (Ber­lin: Wagen­bach, 1986), S. 105
  11. Cf. Wolf­gang Dre­ßen, Anti­au­to­ri­tä­res Lager und Anar­chis­mus (Ber­lin: Wagen­bach, 1968)
  12. Theo­dor W. Ador­no, »Mar­gi­na­li­en zu Theo­rie und Pra­xis«, in: Ador­no, Kul­tur­kri­tik und Gesell­schaft, hg. Rolf Tie­de­mann (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 2003), S. 774
  13. Ulrich Son­ne­mann, Land der unbe­grenz­ten Zumut­bar­kei­ten: Deut­sche Refle­xio­nen (I), hg. Paul Fie­big (Sprin­ge: zu Klam­pen, 2014), S. 101; Jean Amé­ry, Sek­ti­on »Links, wo kei­ne Hei­mat ist«, in: Ame­ry, Wer­ke, Bd. 7, S. 295–399
  14. Elli­ot Nea­man, Free Radi­cals: Agi­ta­tors, Hip­pies, Urban Gue­ril­las, and Germany’s Youth Revolt of the 1960s and 1970s (Can­dor, NY: Telos Press, 2016), S. 61, 127, 195
  15. Nea­man, Free Radi­cals, S. 218
  16. Nea­man, Free Radi­cals, S. 5

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Benno Käsmayr: Marotte

Marotten eines Kleinverlegers

Benno Käsmayr legt eine Anthologie aus der Geschichte des Maro-Verlages vor

von Jörg Auberg

Time reflec­ted back a worn out pie­ce of tra­de.
Wil­liam S. Bur­roughs1

Aus den Tie­fen der Zeit taucht eine Fla­schen­post des Maro-Ver­la­ges auf, gespickt mit Tex­ten aus einer vier­zig­jäh­ri­gen Ver­gan­gen­heit. Gegrün­det wur­de der Ver­lag im Jah­re 1969 von Ben­no Käs­mayr und Franz Ber­mei­t­in­ger, doch erst ein Jahr spä­ter begann die Buch­pro­duk­ti­on mit Arbei­ten von Tiny Stri­cker, Jörg Fauser und ande­ren »Underground«-Literaten der frü­hen 1970er Jah­re, die ihren Ort jen­seits des eta­blier­ten Lite­ra­tur­be­triebs such­ten.

Wir müs­sen reka­pi­tu­lie­ren, dass es 1970 vie­le Din­ge nicht gab, die heu­te für jeden selbst­ver­ständ­lich sind: kei­ne Foto­ko­pier­ge­rä­te, kei­nen Com­pu­ter. Das Ein­zi­ge, was es gab, um Tex­te, außer im Hand­satz oder Maschi­nen­satz machen zu las­sen, war eine Schreib­ma­schi­ne von IBM, die Buch­sta­ben­ab­stän­de vari­ie­ren konn­te, wie man es von der Satz­äs­the­tik her gewohnt ist. – Ben­no Käs­mayr (2004)2


Maro, für Käs­mayr bis zur Magis­ter­prü­fung 1974 mehr Hob­by als Beruf, ist bis heu­te eins der weni­gen zu jener Zeit ent­stan­de­nen Pflänz­chen, das wei­ter gedeiht, aller­dings nach wie vor auf voll­kom­men ande­ren Level als die Majors. – Mat­thi­as Pen­zel und Ambros Wai­bel (2004)3

Cover der Anthologie Acid

Cover der Antho­lo­gie Acid

Maro beweg­te sich auf den Spu­ren der legen­dä­ren Acid-Antho­lo­gie, die Rolf Die­ter Brink­mann und Ralf-Rai­ner Rygul­la 1969 im Jörg Schrö­ders März-Ver­lag her­aus­brach­ten und eine frü­he Kar­to­gra­fie der US-ame­ri­ka­ni­schen Post­mo­der­ne der 1960er Jah­re in deut­scher Aus­ga­be vor­leg­ten. Damit wan­der­ten Posi­tio­nen einer noch von einem gesell­schafts­kri­ti­schen Impe­tus durch­tränk­ten Post­mo­der­ne in den bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Raum ein, wel­che der tra­di­tio­nel­len Lin­ken zumin­dest suspekt waren. Bereits in den spä­ten 1950er Jah­ren unter­stell­te der lin­ke New Yor­ker Intel­lek­tu­el­le Irving Howe den Autoren der US-ame­ri­ka­ni­schen Gegen­kul­tur (die damals unter der Flag­ge der Beat­niks segel­ten), sie woll­ten sich dem gestalt­lo­sen Alp­traum in Kali­for­ni­en mit einer uto­pi­schen Kom­mu­ne der »Know-Not­hings« ent­zie­hen.4 Ein Jahr­zehnt spä­ter, als die außer­par­la­men­ta­ri­sche Oppo­si­ti­on die selbst gestell­te »Orga­ni­sa­ti­ons­fra­ge« mit einer hys­te­ri­sier­ten Mili­tanz oder der Grün­dung neu­er »Arbei­ter­par­tei­en« beant­wor­te­te, lief das lite­ra­ri­sche Pro­gramm des Maro-Ver­lags kon­trär zum »Pro­jekt« einer »sozia­lis­ti­schen Lite­ra­tur«. Auch nach dem Ende der hoch­flie­gen­den Hoff­nun­gen einer wie auch immer gear­te­ten Revo­lu­ti­on, als sich die selbst­er­nann­ten Revo­lu­tio­nä­re in einer »Ten­denz­wen­de« der »neu­en Sen­si­bi­li­tät« zuwand­ten5, ope­rier­te der Maro-Ver­lag jen­seits des eta­blier­ten Lite­ra­tur­be­triebs der Bun­des­re­pu­blik.

Zweite Nummer der Underground-Zeitschrift Gasolin 23

In den frü­hen 1970er Jah­ren ebne­te Maro Autoren wie Tiny Stri­cker oder Jörg Fauser die Bahn, öff­ne­te aber auch die deut­schen lite­ra­ri­schen Schleu­sen für Jan Kerou­ac, Ronald Koert­ge oder Gil­bert Sor­ren­ti­no. Der größ­te Maro-Fang blieb frei­lich Charles Bukow­ski, den gro­ße Ver­la­ge lan­ge Zeit igno­rier­ten, ehe er in den 1970er und 1980er Jah­ren zum Best­sel­ler-Autor in sei­nem Geburts­land wur­de. Die Ver­bin­dung zu Bukow­ski erfolg­te über Carl Weiss­ner, Jörg Fauser und Jür­gen Ploog, die Macher der Under­ground-Zeit­schrift Gaso­lin 23, in der schon frü­he ers­te Über­set­zun­gen Bukow­skis erschie­nen.

Gera­de bran­det Kol­le­ge Charles Bukow­ski mit einem neu­en Sam­mel­bänd­chen mit dem Titel Kaputt in Hol­ly­wood (Maro Ver­lag) her­ein. Ich grau­se mich, lache aber sofort auch vor Ver­gnü­gen, denn Bukow­ski, aus Ander­nach stam­mend, doch gott­lob nur noch ame­ri­ka­nisch schrei­bend (die Über­set­zun­gen von Carl Weiss­ner sind phä­no­me­nal, als habe er nachts mit­ge­trun­ken und mit­ge­jazzt auf der Maschi­ne), ist ein Nach­fah­re von Lou­is Fer­di­nand Céli­ne, dem vehe­men­tes­ten Haß-Dich­ter, den ich ken­ne und der mir genützt hat. Bukow­ski sagt sar­kas­tisch wahr, was wir nicht aus­zu­spre­chen wagen. Er sehnt sich nach Uto­pie, die­ser ver­zwei­fel­te Säu­fer, hat jedoch noch stän­dig mit der Zer­trüm­me­rung zu tun. Sei­ne Leh­re heißt: Die Ame­ri­ka­ner wer­den es nicht schaf­fen, daß die gan­ze west­li­che Welt wie sie wird. Welch küh­ne Ver­hei­ßung! – Gün­ter Her­bur­ger (1977)6

Benno Käsmayr: Marotte (Maro Verlag, 2016)

Ben­no Käs­mayr: Marot­te (Maro Ver­lag, 2016)

In der von Ben­no Käs­mayr her­aus­ge­ge­be­nen Antho­lo­gie Marot­te wird die­se Geschich­te noch ein­mal leben­dig. Eröff­net wird der Band mit einem Text von Jörg Schrö­der und Bar­ba­ra Kalen­der, der an die Zusam­men­ar­beit mit Käs­mayr im Jah­re 1990 erin­nert, als sie einen kom­pe­ten­ten Dru­cker für das work in pro­gress Schrö­der erzählt such­ten. Natür­lich feh­len nicht Arbei­ten von Maro-Cash­cows wie Bukow­ski, Tiny Stri­cker oder Tex­te von US-ame­ri­ka­ni­schen Autoren wie Jim Mor­ri­son, John Fan­te, Gerald Lock­lin oder Gil­bert Sor­ren­ti­no, der in Mul­ligan Stew fik­ti­ve Ableh­nungs­brie­fe für einen fik­ti­ven Roman vor­stellt. In Erin­ne­rung bleibt auch die Remi­nis­zenz Micha­el Schul­tes an einen Besuch bei dem legen­dä­ren Klein­ver­le­ger Vic­tor Otto Stomps in sei­nem Domi­zil im Tau­nus im Jah­re 1965, das vor Büchern, Manu­skrip­ten, Unter­wä­sche, Schnaps­glä­sern, Oran­gen­scha­len und ande­ren Über­res­ten der all­täg­li­chen Exis­tenz über­quoll, wäh­rend Stomps sei­nem Gast stolz erklär­te, er habe am Tag vor­her auf­ge­räumt. »Das bleibt«, schreibt Schul­te, »einer der rät­sel­haf­tes­ten Sät­ze, die ich in mei­nem Leben gehört habe.«7

Glanz­punk­te der Antho­lo­gie sind jedoch zwei Tex­te des viel zu früh ver­stor­be­nen Carl Weiss­ner, der nicht allein Genera­tio­nen von Lesern den lite­ra­ri­schen Kos­mos von Nel­son Algren, Wil­liam S. Bur­roughs und Charles Bukow­ski eröff­ne­te, son­dern selbst ein pro­duk­ti­ver Autor war, der häu­fig jedoch hin­ter dem »Lite­ra­tur­ver­mitt­ler« ver­schwand.8 Im ers­ten Bei­trag, der im Jah­re 2004 im Maga­zin Rol­ling Stone ver­öf­fent­licht wur­de, zeich­net er ein scharf gezeich­ne­tes Por­trät Jörg Fausers. Im zwei­ten Text, der ursprüng­lich das Vor­wort zu Harold Nor­ses Buch Beat Hotel aus dem Jah­re 1975 dar­stell­te, beschreibt er das klei­ne Hotel im Pari­ser Quar­tier Latin, in dem vie­le Autoren der Beat Genera­ti­on und Avant­gar­dis­ten wie Wil­liam Bur­roughs und Bri­on Gysin ihr Quar­tier bezo­gen. Dort ent­stand schließ­lich die Col­la­ge­tech­nik der »Cut-Up-Metho­de«, mit der Bur­roughs in der ers­ten Hälf­te der 1960er Jah­re sei­ne Nova-Tri­lo­gie pro­du­zier­te (The Soft Machi­ne [1960], The Ticket That Explo­ded [1962] und Nova Express [1964]). »Was für ein irr­sin­ni­ger Witz in die­sen Büchern steckt (und was für eine Kno­chen­ar­beit die kon­se­quen­te Anwen­dung der Cut-Up-Metho­de dem Schrei­ber abver­langt)«, schrieb Weiss­ner, »kann man lei­der nur ermes­sen, wenn man die Ori­gi­nal­tex­te liest – die deut­schen Über­set­zun­gen sind der­art grau­en­haft, dass es einem die Löcher in den Socken zusam­men­zieht.«9 Erst als Weiss­ner spä­ter die Bur­roughs-Werk­aus­ga­be bei Zwei­tau­send­eins her­aus­gab, erschien zumin­dest Nova Express in einer kon­ge­nia­len Über­tra­gung, wäh­rend The Soft Machi­ne und The Ticket That Explo­ded kei­ne Neu­über­set­zung erfuh­ren.

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Anzei­ge des Maro-Ver­la­ges 1983

Mit den Über­set­zun­gen US-ame­ri­ka­ni­scher Autoren lie­fer­te Maro nicht immer groß­ar­ti­ge Arbeit ab, wie Jörg Fauser in einer zor­ni­gen Rezen­si­on von John Fan­tes Ich, Arturo Ban­di­ni und Ronald Koert­ges Boo­gey­man aus der Maro-Pro­duk­ti­on anpran­ger­te. Die Über­tra­gun­gen mach­ten die Roma­ne »schlicht unles­bar«, schrieb er vol­ler Wut. »Ent­we­der man ist Ver­le­ger, oder man ist kei­ner. Ent­we­der man über­setzt Bücher, oder man läßt es blei­ben. Wenn man es aber macht, dann macht man es so gut, daß die Leu­te, die 20 Mark für ein Buch hin­le­gen, für ihre 20 Mark so gut bedient wer­den, wie sie das ver­lan­gen kön­nen.«10 Lei­der fehlt der Antho­lo­gie eine selbst­kri­ti­sche Refle­xi­on über die Buch­pro­duk­ti­on in den zurück­lie­gen­den Jahr­zehn­ten. Statt­des­sen hält der Auto­di­dakt Käs­mayr starr­köp­fig an den alten Idea­len des Dru­ckers fest, der irgend­wann in die Posi­ti­on des Ver­le­gers rutsch­te. In die Welt der markt­kon­for­men Ver­lags­kon­zer­ne, wie sie sich all­jähr­lich auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se prä­sen­tie­ren, woll­te er nicht abtau­chen.

Es gab dann spä­ter durch­aus Über­nah­me­ver­su­che, da kamen Leu­te, die das Hand­werk gelernt hat­ten und bei mir ein­stei­gen woll­ten. Als die dann aber sahen, wel­che Phi­lo­so­phie ver­tre­ten habe, sind die alle abge­sprun­gen. […]. Die gehen ja davon aus, bei einer Aus­lie­fe­rung ver­ur­sacht jeder Titel jeden Monat so und soviel Lager­kos­ten. Des­halb gibt es ja die­ses Ver­ram­schen, Kaputt­ma­chen, Maku­lie­ren, oder wie die das nen­nen, das habe ich ja nie gemacht. So ticke ich nicht. – Ben­no Käs­mayr (2008)11

Lesezeichen aus Marotte

Lese­zei­chen aus Marot­te

Da Käs­mayr anders als die ande­ren tickt, ist Marot­te nicht ein­fach eine Wie­der­auf­be­rei­tung von exem­pla­ri­schen Tex­ten aus den letz­ten vier Jahr­zehn­ten. Viel­mehr erhält jeder ein­zel­ne Text eine beson­de­re Note dadurch, dass die Gestal­tung in Zusam­men­ar­beit mit Stu­die­ren­den der Hoch­schu­le Augs­burg erfolg­te. So wei­sen die Tex­te auf­grund inter­pre­ta­to­ri­scher Designs über ihre his­to­ri­schen Kon­tex­te hin­aus und stel­len eine Ver­bin­dung zur Gegen­wart her, ohne im nost­al­gi­schen Schlick der Ver­gan­gen­heit zu ver­en­den. Dar­in besteht die außer­or­dent­li­che Leis­tung die­ser Antho­lo­gie.

Biblio­gra­fi­sche Anga­ben:

 

Ben­no Käs­meyr (Hg.):
Marot­te
.
Gestal­tung: Stu­die­ren­de der Hoch­schu­le Augs­burg (Tat­ja­na Bur­ke, Jani­na Hell­mig, Paul Christ, Anto­nia Kern, Lisa Krisch­ke, Juli­us Ertelt, Jacky-Lore­en Rasch, Jan Lachen­mair, Fran­zis­ka Bin­zer, Tat­ja­na Jun­ker, Ste­fa­nia Puie, Regi­na Bis­sin­ger, Ali­na Mir­wald, Fran­zis­ka Bin­zer, Julia-Kris­ti­na Szi­ghe­ti, Zeynep Tokde­mir, Mona Kur­land; Betreu­ung: Micha­el Wör­göt­ter).
Augs­burg: Maro Ver­lag, 2016. 208 Sei­ten, 15 Euro.

 

© Jörg Auberg 2016

 

Bildquellen

Nachweise

  1. Wil­liam S. Bur­roughs, »Cob­b­le Stone Gar­dens«, in: The Bur­roughs File (San Fran­cis­co: City Lights Books, 1984). S. 223
  2. Ben­no Käs­mayr, »Auf den Bukow­ski gekom­men«, http://www.bukowski-gesellschaft.de/data/jahrbuch/_bjuk2005_027-033_Benno-Kaesmayr2_.pdf, S. 27 (Ortho­gra­phie ange­passt – JA)
  3. Mat­thi­as Pen­zel und Ambros Wai­bel, Rebell im Cola-Hin­ter­land: Jörg Fauser – eine Bio­gra­fie (Ber­lin: Edi­ti­on Tia­mat, 2004), S. 63
  4. Irving Howe, »Mass Socie­ty and Post­mo­dern Fic­tion«, Par­ti­san Review, 26:3 (1959), S. 435
  5. Cf. Micha­el Schnei­der, Den Kopf ver­kehrt auf­ge­setzt oder Die melan­cho­li­sche Lin­ke: Aspek­te des Kul­turz­er­falls in den sieb­zi­ger Jah­ren (Darm­stadt: Luch­ter­hand, 1981)
  6. Gün­ter Her­bur­ger, »Ich habe gele­sen«, Kon­kret, Nr. (Febru­ar 1977), S. 35
  7. Micha­el Schul­te, »Besuch bei V. O. Stomps«, in: Marot­te, hg. Ben­no Käs­mayr (Augs­burg: Maro, 2016), S. 118–119
  8. Cf. Mat­thi­as Pen­zel, »Biblio­gra­phy of Carl Weiss­ner Trans­la­ti­ons«, http://realitystudio.org/publications/death-in-paris/bibliography-of-carl-weissner-translations/
  9. Carl Weiss­ner, »Beat Hotel«, in: Marot­te, S. 59; die Bur­roughs-Über­set­zun­gen von Peter Beh­rens erschie­nen im Limes-Ver­lag und in der Taschen­buch-Ver­si­on bei Ull­stein
  10. Jörg Fauser, »Eine Art von Zorn« (1982), in: Fauser, Der Strand der Städ­te: Gesam­mel­te jour­na­lis­ti­sche Arbei­ten 1959–1987, hg. Alex­an­der Wewer­ka (Ber­lin: Alex­an­der Ver­lag, 2009), S. 658–659
  11. Frank Schä­fer, »›Ich bin ein Micky-Maus-Heft‹: Inter­view mit Ben­no Käs­mayr«, Zeit Online, 3. April 2008, in: Marot­te, S. 201

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