Nanni Balestrini: Der Verleger

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Der Nebel des Grauens

Über Nanni Balestrini, Giangiacomo Feltrinelli und verbrannte Hoffnungen

Von Jörg Auberg

Nanni Balestrini: »Die Generation von 1977« (Unrast-Verlag, 2020)
Nan­ni Bale­stri­ni: »Die Genera­ti­on von 1977« (Unrast-Ver­lag, 2020)

Plötz­lich war er ver­schwun­den. Der Text Nan­ni Bale­stri­nis soll­te etwas über die »Genera­ti­on von 1977« berich­ten, die Brü­cke von ver­gan­ge­nen Kämp­fen zu den Mög­lich­kei­ten der »Wider­stän­dig­keit« in der Gegen­wart und dar­über hin­aus schla­gen. Das Buch »Whe­re Have All the Rebels Gone?« muss­te mit der Lücke aus­kom­men, die Bale­stri­ni nach sei­nem Tod im Mai 2019 hin­ter­ließ. In dem von Chris­to­pher Wim­mer her­aus­ge­ge­be­nen Buch heißt es »Er fehlt schmerz­lich«1, doch ob die mit den Bau­käs­ten »links­ra­di­ka­ler« Text­pro­gram­me han­tie­ren­den Autor*innen den Ver­lust rea­li­ter zu begrei­fen imstan­de sind, bleibt frag­lich. Als Aktivist*innen in »post­au­to­no­men Zusam­men­hän­gen« geht es ihnen eher um die ideo­lo­gi­sche Demas­kie­rung ihrer Geg­ner durch plat­ti­tü­den­haf­te Sen­ten­zen wie »Sozi­al­re­vol­te und Gegen­macht«, »Wider­stand heißt Leben« oder »Die Zeit der Mons­ter« denn um eine kri­ti­sche Refle­xi­on der herr­schen­den Zustände. 

Präliminarien

Vor­geb­lich wol­len sie »Posi­ti­ons­be­stim­mun­gen im lin­ken Nebel« vor­neh­men, kom­men nie über die »Zom­bie-Poli­tik« ihres eige­nen Rackets im »Nebel des Grau­ens« hin­aus, der die kon­for­mis­ti­schen Rebel­len in ihren auto­ri­tä­ren »Zusam­men­hän­gen« seit Jahr­zehn­ten wie die Gespens­ter in end­lo­sen Spuk­ge­schich­ten umschließt.2 Die Lücke, die Bale­stri­ni mit sei­nem Tod hin­ter­ließ, beschreibt eine intel­lek­tu­el­le Lee­re, deren Bedeu­tung die Aktivist*innen in »post­au­to­no­men Zusam­men­hän­gen« nicht zu begrei­fen ver­mö­gen. L’enfer – c’est les autres.

Der Schrift­stel­ler ist ein Mensch, der das War­um der Welt radi­kal auf­ge­hen läßt in einem Wie schrei­ben«, pos­tu­lier­te Roland Bar­t­hes an der Gren­ze zwi­schen Lite­ra­tur oder Geschich­te, Kri­tik und Wahr­heit3 Der »Schrei­ber« – ob aus ideo­lo­gi­schen Grün­den oder nicht – redu­ziert sich auf die Tätig­keit des Tech­ni­kers, der zum Instru­ment eines ein­sei­ti­gen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stroms regre­diert. Im ideo­lo­gi­schen Rau­schen wer­den Sät­ze wie »Nichts­des­to­we­ni­ger haben gera­de die post­au­to­no­men Zusam­men­hän­ge ihre Poli­tik­fel­der in den letz­ten Jah­ren erwei­tert«4 pro­du­ziert, wobei im sprach­li­chen Nie­mands­land der Zom­bie-Poli­tik Schrei­ben als Mit­tel der Ver­dun­ke­lung ein­ge­setzt wird, um im lücken­lo­sen Sys­tem Geschäfts­fel­der ideo­lo­gisch zu beset­zen, anstatt kri­ti­sche Auf­klä­rung zu betrei­ben. Oder mit Theo­dor W. Ador­no gespro­chen: »Kein Stand­ort außer­halb des Getrie­bes läßt sich mehr bezie­hen, von dem aus der Spuk mit Namen zu nen­nen wäre; nur an sei­ner eige­nen Unstim­mig­keit ist der Hebel anzu­set­zen.«5

Nanni Balestrini
Nan­ni Balestrini

Bale­stri­ni ist seit den 1950er Jah­ren eine der bedeu­tends­ten Figu­ren der ita­lie­ni­schen Kul­tur- und Lite­ra­tur­sze­ne: als Schrift­stel­ler, Dich­ter und bil­den­der Künst­ler im Ram­pen­licht wie auch als Ver­lags­lek­tor und ‑bera­ter, uner­müd­li­cher Zeit­schrif­ten­grün­der und Orga­ni­sa­tor von Lite­ra­tur­fes­ti­vals hin­ter den Kulis­sen. So wie er in der Druch­set­zung und bei der Ver­brei­tung der ita­lie­ni­schen Nach­kriegs­avant­gar­de (Grup­pe 63, Ver­lags­ar­beit bei Fel­tri­nel­li etc.) eine Schlüs­sel­rol­le spiel­te, gehört er selbst als Autor, Lyri­ker und Künst­ler zu deren wich­tigs­ten Ver­tre­tern, der mit avan­cier­tes­ten lite­ra­ri­schen Tech­ni­ken und For­men (Cut-up, Let­t­ris­mus etc.) expe­ri­men­tier­te.6
              

              Andre­as Löhrer

 

Christopher Wimmer (Hg.): »Where have all the Rebels gone?« (Unrast-Verlag, 2020)
Chris­to­pher Wim­mer (Hg.): »Whe­re have all the Rebels gone?« (Unrast-Ver­lag, 2020)

Zum Spuk gehört, dass die eins­ti­gen Rebel­len (ob sie »auto­nom« waren oder nicht) zu Geschäfts­fel­der-Scouts oder Cla­queu­ren der Zom­bie-Poli­tik mutier­ten. Die Punks aus der Ver­gan­gen­heit sind die Spie­ßer der Gegen­wart. Dar­an lei­det das Schrei­ben, das Schal­heit und Muf­fig­keit pro­du­ziert. In den Kel­lern, die frü­her ein­mal unent­deck­te Schät­ze in schmuck­lo­sen Kis­ten bar­gen, brei­tet sich nun­mehr Schim­mel aus. »Am Ende ist es dem Schrift­stel­ler nicht ein­mal im Schrei­ben zu woh­nen gestat­tet«7, resü­mier­te der »Exi­lant« Ador­no die intel­lek­tu­el­le Exis­tenz in der Müll­ton­nen­welt nach Ausch­witz und Hiro­shi­ma. Wim­mers Antho­lo­gie wird von der PR-Abtei­lung sei­nes Ver­la­ges in der west­fä­li­schen Pro­vinz als »Tex­te der radi­ka­len Lin­ken – wider­stän­dig und unver­söhn­lich« ange­prie­sen, wobei aus dem Pro­dukt weder Wider­stän­dig­keit noch Unver­söhn­lich­keit her­aus­zu­le­sen sind. Viel­mehr gras­siert eine geis­ti­ge Arm­se­lig­keit, die es zu kei­nem Zeit­punkt ver­mag, eine »Zel­le der Wirk­lich­keit«8 gedank­lich auf­zu­schlie­ßen, weil die Ein­ge­schlos­se­nen sich am liebs­ten in den ideo­lo­gi­schen Bla­sen im Umfeld ihrer »post­au­to­no­men Zusam­men­hän­ge« bewe­gen, die den »offi­zi­el­len Opti­mis­mus« der Arbei­ter­be­we­gung für ihre Zwe­cke mumi­fi­ziert haben. »Jeder macht sich ver­däch­tig, der mit der Kri­tik am Kapi­ta­lis­mus die am Pro­le­ta­ri­at ver­bin­det, das mehr und mehr die kapi­ta­lis­ti­schen Ent­wick­lungs­ten­den­zen sel­ber bloß reflek­tiert«, heißt es in einer mit »Abwei­chung« über­schrie­be­nen Refle­xi­on in den Mini­ma Mora­lia. »Über die Klas­sen­gren­zen hin­weg ist das nega­ti­ve Ele­ment des Gedan­kens ver­pönt.«9

Blackout

Nanni Balestrini: Blackout (Klever, 2015)
Nan­ni Bale­stri­ni: Black­out (Kle­ver, 2015)

Bale­stri­nis Tex­te sind von den nega­ti­ven Ele­men­ten, die ihren Ursprung in der poli­ti­schen Erfah­rung der 1960er und 1970er Jah­re haben, gezeich­net. »Das uner­freu­li­che 1968 wird nicht mehr enden«, heißt es mehr­fach in dem Band Black­out aus dem Jah­re 1979. Zugleich kon­sta­tiert Bale­stri­ni, dass sich die Bezie­hung in eine Macht­be­zie­hung ver­wan­delt habe und kei­ne Erret­tung aus Kämp­fen in den Fabri­ken zu erwar­ten sei.10 Black­out sei, schreibt Rein­hard Sau­er im Nach­wort, »ein epi­sches Kla­ge­lied über das Schei­tern der poli­ti­schen Hoff­nun­gen und Lei­den­schaf­ten von ’68 sowie der sieb­zi­ger Jah­re in Ita­li­en«, der gesell­schaft­li­chen Revol­te, die am Ende in Rück­zug, Flucht und Exil mün­de­te.11 Es ist jedoch nicht ledig­lich ein »Abge­sang«, son­dern auch eine Auf­for­de­rung zur »ste­ti­gen Arbeit«, die der Sozia­list Irving Howe in Abgren­zung zu den »Radi­ka­len« als Auf­ga­be des auf­rich­ti­gen Intel­lek­tu­el­len sah. Bei Bale­stri­ni heißt die Auf­ga­be: »ver­folgt eure Ver­fol­ger mit der Kraft der Wahr­heit«.12 »Sprach­zwei­fel und die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Spra­che«, die Bale­stri­ni wie vie­le »Avant­gar­dis­ten« der Nach­kriegs­zeit expe­ri­men­tell betrieb, waren – wie Peter O. Chot­je­witz schrieb – ein »Mit­tel des Erken­nens« und zugleich eine Kri­tik der eta­blier­ten Lite­ra­tur­pro­duk­ti­on mit ihrer Akzen­tu­ie­rung des Rea­lis­mus. Sym­pto­ma­tisch war Pier Pao­lo Paso­li­nis Ver­dam­mung der »sti­lis­ti­schen Reak­ti­on« als »Neo-Deka­denz«.13

 

Der Verleger auf dem Seziertisch

Die ers­te Sze­ne des neu auf­ge­leg­ten Romans Der Ver­le­ger (der Teil der Tri­lo­gie Die gro­ße Revol­te ist), wel­che die Sze­ne­rie in einem Lei­chen­schau­haus beschreibt, besticht durch sei­ne kaf­ka­es­ke Stren­ge. Sei­ne Radi­ka­li­tät hat­te Gian­gia­co­mo Fel­tri­nel­li, den »Ver­le­ger der Revol­te« und Initia­tor eines der erfolg­reichs­ten Buch­kon­zer­ne in Euro­pa, auf den Sezier­tisch kata­pul­tiert, nach­dem er beim miss­glück­ten Ver­such, einen Hoch­span­nungs­mas­ten in der Nähe von Mai­land zu spren­gen, ums Leben gekom­men war. »Der Text, in einer gera­de­zu schmerz­haft pene­tran­ten Büro­kra­ten­spra­che, ist peni­bel und von einer Detail­be­ses­sen­heit, die dem Vor­gang der Obduk­ti­on ent­spricht«, beob­ach­te­te Chot­je­witz. In den fol­gen­den Kapi­teln ver­wen­det Bale­stri­ni Schreib­wei­sen der Pres­se, des Films oder des inne­ren Mono­logs, löst mög­li­che Wen­dun­gen in der Geschich­te in einer dif­fe­ren­zier­ten Poly­pho­nie mit einer Über­schnei­dung von Zeit, Raum und Per­so­nen auf: Vie­les wäre mög­lich gewe­sen, doch am Ende steht das Schei­tern. 14

Nanni Balestrini: Der Verleger
Nan­ni Bale­stri­ni: Der Ver­le­ger (Asso­zia­ti­on A, 2020)

In sei­nem Vor­wort zur Neu­auf­la­ge des Romans sieht Theo Bruns in Fel­tri­nel­li »die viel­leicht ein­fluss­reichs­te und schil­lernds­te Ver­le­ger­per­sön­lich­keit der euro­päi­schen Nach­kriegs­ge­schich­te«15, der mit sei­nem 1954 gegrün­de­ten Ver­lag Autoren wie Boris Pas­ternak, Giu­sep­pe di Lam­pe­du­sa, Hen­ry Mil­ler oder Ernes­to »Che« Gue­va­ra ver­leg­te und das legen­dä­re »Che«-Porträt ver­mark­te­te. Dage­gen hat­te sei­ne poli­ti­sche Gue­ril­la-Tätig­keit allen­falls sym­bo­li­schen Cha­rak­ter: Was soll­te die Spren­gung eines Hoch­span­nungs­mas­tes außer­halb von Mai­land bewir­ken? Ver­mut­lich wäre die Publi­ka­ti­on wei­te­rer Bücher – selbst in Zei­ten, als von radi­ka­len Akti­vis­ten der »Tod der Lite­ra­tur« beschwo­ren wur­de – »effek­ti­ver« gewesen. 

Die Neu­auf­la­ge des Bale­stri­ni-Romans – der kei­nes­wegs im bio­gra­fi­schen Sumpf ver­sinkt, son­dern die poli­ti­sche Ent­wick­lung wie in einem brech­tia­ni­schen Sze­na­rio oder in einem roman noir von Jean-Patrick Man­chet­te viel­schich­tig durch­leuch­tet – erin­nert an eine außer­ge­wöhn­li­che Ver­le­ger­per­sön­lich­keit, die nicht – mit einem Wort Axel Egge­brechts – auf hal­bem Weg ste­hen blieb, son­dern das gan­ze Leben ein­setz­te. Wie Paul Aus­ters frei­flu­ten­der Selbst­mord­at­ten­tä­ter in Levia­than (1992), ein Vor­läu­fer des »Man­nes im Dun­kel«, jag­te er sich mit dem eige­nen Spreng­satz in die Luft, weil jeder exis­tie­ren­de Staat kor­rupt sei, wie Ralph Wal­do Emer­son der Nach­welt hin­ter­ließ. Dar­an änder­te auch das bes­te Buch nichts.16 Für Theo Bruns ist Fel­tri­nel­li ein Ver­le­ger, »der sei­ne Exis­tenz in die Waag­scha­le warf, im Ver­such, die Welt zu ver­än­dern und die Ideen umzu­set­zen, an die er glaub­te«.17

Nanni Balestrini: Die große Revolte (Assoziation A, 2008)
Nan­ni Bale­stri­ni: Die gro­ße Revol­te (Asso­zia­ti­on A, 2008)

In den Augen des gleich­alt­ri­gen und eben­falls kürz­lich ver­stor­be­nen Under­ground-Autoren Jür­gen Ploog war Bale­stri­ni ein »Mann der Wider­sprü­che«: »Ein extro­ver­tier­ter Autor, der alles auf- & angreift, was gera­de am Zeit­ho­ri­zont auf­blitzt. Fel­tri­nel­li & die Roten Bri­ga­den … Jugend­re­vol­te & Streik bei FIAT …«18 Bis zum Schluss ver­ein­ten sei­ne Tex­te Expe­ri­ment und Kri­tik, Poe­sie und Poli­tik, Kunst und Dis­sens, und anders als vie­le »Auto­no­me« und »Post­au­to­no­me« ver­söhn­te er sich nicht mit den herr­schen­den Ver­hält­nis­sen, die in einer ideo­lo­gi­schen Ver­lo­gen­heit als »Poli­tik-« oder »Geschäfts­fel­der« sprach­lich kaschiert wer­den. Wie Rober­to Savia­no mit Recht bemerkt, hat Nan­ni Bale­stri­ni »Lite­ra­tur als Zivil­cou­ra­ge« betrie­ben.19 Die­ser Mut (ver­bun­den mit Auf­rich­tig­keit und Selbst­be­haup­tung) ist bei vie­len »aka­de­mi­schen Radi­ka­len« oder »Aktivst*innen« in »post­au­to­no­men Zusam­men­hän­gen« nicht zu fin­den, die Macht nur mit Gegen­macht beant­wor­ten wol­len, nicht aber mit Eman­zi­pa­ti­on. Ver­mut­lich hät­ten an die­ser Schnitt­stel­le – im Dis­sens der kri­ti­schen Moder­ne gegen die »post­kri­ti­sche« Post­mo­der­ne – Nan­ni Bale­stri­ni und Irving Howe (der in die­sem Jahr sei­nen hun­derts­ten Geburts­tag hät­te fei­ern kön­nen) zuein­an­der gefun­den: »the work is steady«.

Medienlinks

Auf Basis des Bale­stri­ni-Romans pro­du­zier­te Micha­el Farin ein zwei­tei­li­ges Hör­spiel, das im Hör­spiel Pool des Bay­ri­schen Rund­funks ver­füg­bar ist:

© Jörg Auberg 2020

Bibliografische Angaben:

Nan­ni Balestrini.
Der Ver­le­ger.
Aus dem Ita­lie­ni­schen von Chris­tel Fröh­lich und Andre­as Löhrer.
Neu­aus­ga­be mit einem Vor­wort von Theo Bruns.
Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2020.
152 Sei­ten, 18,00 €.
ISBN: 978–3‑86241–480‑2.

Chris­to­pher Wim­mer (Hg.).
»Whe­re have all the Rebels gone?«: Per­spek­ti­ven auf Klas­sen­kampf und Gegenmacht.
Müns­ter: Unrast-Ver­lag, 2020.
304 Sei­ten, 18,00 €.
ISBN: 978–3‑89771–277‑5.

Medi­en­quel­len (Copy­rights)
Video Nan­ni Bale­stri­ni — Cut-Ups © ZKM Karls­ru­he (You­Tube)
Sei­te Nan­ni Bale­stri­ni »Die Genera­ti­on von 1977«  © Unrast-Ver­lag
Back­co­ver Land­schaf­ten des Wor­tes © Asso­zia­ti­on A
Cover »Whe­re have all the Rebels gone?«
© Unrast-Ver­lag
Cover Black­out
© Kle­ver-Ver­lag
Video Viet­nam-Kon­gress 1968
© ARD/YouTube
Cover Der Ver­le­ger
© Asso­zia­ti­on A
Cover Die gro­ße Revolte
© Asso­zia­ti­on A

Nachweise

  1. »Whe­re Have All the Rebels Gone?«: Per­spek­ti­ven auf Klas­sen­kampf und Gegen­macht, hg. Chris­to­pher Wim­mer (Müns­ter: Unrast-Ver­lag, 2020), S. 77
  2. Sie­he Hen­ry A. Giroux, Zom­bie Poli­tics and Cul­tu­re in the Age of Casi­no Capi­ta­lism (New York: Peter Lang, ²2014), und Kat­rin Hen­kel­mann u. a. (Hgg.), Kon­for­mis­ti­sche Rebel­len: Zur Aktua­li­tät des auto­ri­tä­ren Cha­rak­ters (Ber­lin: Ver­bre­cher Ver­lag, 2020)
  3. Roland Bar­t­hes, Am Null­punkt der Lite­ra­tur, übers. Hel­mut Schef­fel (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 2006), S. 102–103
  4. Chris­to­pher Wim­mer, »Eine Bewe­gung mit vie­len ver­mumm­ten Gesich­tern: Meta­mor­pho­sen anti­fa­schis­ti­scher Poli­tik seit den 1980er-Jah­ren«, in: »Whe­re Have All the Rebels Gone?«: Per­spek­ti­ven auf Klas­sen­kampf und Gegen­macht, hg. Chris­to­pher Wim­mer, S. 109
  5. Theo­dor W. Ador­no, »Spät­ka­pi­ta­lis­mus oder Indus­trie­ge­sell­schaft?« (1968), in: Ador­no, Sozio­lo­gi­sche Schrif­ten I, hg. Rolf Tie­de­mann (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1979), S. 369
  6. Andre­as Löh­rer, Vor­wort zu: Land­schaf­ten des Wor­tes, hg. Tho­mas Atz­ert u. a. (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2015), S.11
  7. Theo­dor W. Ador­no, Mini­ma Mora­lia: Refle­xio­nen aus dem beschä­dig­ten Leben (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1987), S. 109
  8. Ador­no, Mini­ma Mora­lia, S. 108
  9. Ador­no, Mini­ma Mora­lia, S. 146
  10. Nan­ni Bale­stri­ni, Black­out, übers. Andre­as Löh­rer (Wien: Kle­ver, 2015), S. 34
  11. Rein­hard Sau­er, »Gegen das orga­ni­sier­te Ver­ges­sen und gro­ße Ver­drän­gen«, in: Black­out, S. 74
  12. Bale­stri­ni, Black­out, S. 39; Irving Howe, Steady Work: Essays in the Poli­tics of Demo­cra­tic Radi­ca­lism, 1953–1966 (New York: Har­court Brace, 1966), vor­an­ge­stell­tes Mot­to
  13. Peter O. Chot­je­witz, »Nan­ni Bale­stri­ni und die ›Neo-Avant­gar­de‹ der 60er Jah­re«, in: Land­schaf­ten des Wor­tes, hg. Tho­mas Atz­ert u. a. (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2015), S. 23; Pier Pao­lo Paso­li­ni, Lite­ra­tur und Lei­den­schaft: Über Bücher und Autoren, übers. Annet­te Kopetz­ki (Mün­chen: Piper, 1994), S.81
  14. Chot­je­witz, »Nan­ni Bale­stri­ni und die ›Neo-Avant­gar­de‹ der 60er Jah­re«, S. 28–29
  15. Theo Bruns, »Ver­le­ger der Revol­te«, in: Nan­ni Bale­stri­ni, Der Ver­le­ger (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2020), S. 7
  16. Jean-Patrick Man­chet­te, Vol­les Lei­chen­haus, übers. Chris­ti­na Mans­feld und Ste­fan Lins­ter (Heil­bronn: Dis­tel Lite­ra­tur­ver­lag, 2008); Axel Egge­brecht, Der hal­be Weg: Zwi­schen­bi­lanz einer Epo­che (Rein­bek: Rowohlt, 1975); Paul Aus­ter, Levia­than, übers. Wer­ner Schmitz (Frankfurt/Main: Bücher­gil­de Guten­berg, 1995); Paul Aus­ter, Man in the Dark (Lon­don: Faber & Faber, 2008)
  17. Theo Bruns, »Ver­le­ger der Revol­te«, S. 12
  18. Jür­gen Ploog, »Bale­stri­ni on the Run«, in: Land­schaf­ten des Wor­tes, S. 179
  19. Rober­to Savia­no, »Lite­ra­tur als Zivil­cou­ra­ge«, in: Nan­ni Bale­stri­ni, San­do­kan: Eine Camor­ra-Geschich­te, übers. Max Hen­nin­ger (Ber­lin: Asso­zia­ti­on A, 2017), S. 8

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