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Aus den Archiven: Richard Bach Jensen — The Battle Against Anarchist Terrorism

Die Phantome der Freiheit

In seinem Buch The Battle Against Anarchist Terrorism analysiert Richard Bach Jensen die Geschichte des anarchistischen Terrorismus zwischen 1878 und 1934  

 

von Jörg Auberg

 

Als nach den Anschlä­gen auf das World Tra­de Cen­ter in New York und das Pen­ta­gon in Washing­ton im Sep­tem­ber 2001 der »Krieg gegen den Ter­ror« aus­ge­ru­fen wur­de, besann man sich auf aka­de­mi­scher und publi­zis­ti­scher Sei­te eines glo­ba­len Fein­des aus dem letz­ten Jahr­hun­dert. Das bri­ti­sche Wirt­schafts­blatt The Eco­no­mist stell­te eine simp­le his­to­ri­sche Ana­lo­gie zwi­schen der anar­chis­ti­schen Bedro­hung im aus­ge­hen­den 19. und begin­nen­den 20. Jahr­hun­dert her, ver­misch­te Anar­chis­ten und Nihi­lis­ten zu einem brei­igen Hotch­potch und pro­ji­zier­te Anar­chis­ten als Vor­läu­fer der Dschi­ha­dis­ten auf die his­to­ri­sche Lein­wand, ohne die fun­da­men­ta­len Unter­schie­de zwi­schen einer poli­tisch-öko­no­misch moti­vier­ten Bewe­gung und reak­tio­när-reli­giö­sen Rackets in Betracht zu zie­hen.1 Ähn­lich – obgleich weni­ger sche­ma­tisch – ging der US-His­to­ri­ker James Gel­vin vor, als er in sei­ner Ana­ly­se des Ter­ro­ris­mus (im Rah­men einer »Ter­roro­lo­gie«) eine Ana­lo­gi­sie­rung von Anar­chis­mus und Al-Qai­da vor­nahm, wobei er vor allem auf medi­al ver­mit­tel­te Ste­reo­ty­pen von Anar­chis­ten und Isla­mis­ten rekur­rier­te. Für Gel­vin ist der Anar­chis­mus ein »epi­sodi­scher Dis­kurs«, der sich im Hang nach tem­po­rä­rer Akti­on und peri­odi­scher Erup­ti­on erschöpft.2 Auch der ehe­ma­li­ge Anar­chist Paul Ber­man, der nach sei­ner Apost­asie als libe­ra­ler »Fal­ke« die Kriegs­zü­ge Geor­ge W. Bushs unter­stütz­te und sich als intel­lek­tu­el­ler Wie­der­gän­ger Albert Camus’ sti­li­siert, stell­te den mili­tan­ten ita­lo-ame­ri­ka­ni­schen Anar­chis­ten Lui­gi Gal­lea­ni in eine Rei­he mit dem »ein­ge­bo­re­nen« US-ame­ri­ka­ni­schen Ter­ro­ris­ten Timo­thy McVeigh und dem ägyp­ti­schen isla­mis­ti­schen Pre­di­ger Sayy­id Qutb. Man müs­se nur »Anar­chie« mit »Scha­ria« und »Anar­chis­mus« mit »Islam« über­set­zen, behaup­te­te Ber­man, und man erhal­te aus den Tex­ten Gal­lea­nis die glei­che inhalt­li­che Essenz wie aus den Wer­ken Qut­bs.3

 

Le Figaro: Le Péril Anarchiste (1894)

Le Figa­ro: Le Péril Anar­chis­te (1894)

Auch wenn die­se his­to­ri­schen Ana­lo­gi­en nicht immer eine Gleich­set­zung von Anar­chis­mus und Isla­mis­mus beinhal­ten, so ist die poli­tisch moti­vier­te Dele­gi­ti­mie­rung jeg­li­cher Kri­tik des Bestehen­den, die den herr­schen­den Kon­sens sprengt, inten­diert. Ohne­hin sind Ver­glei­che »nur zu oft Pro­duk­te von Denk­faul­heit«, kon­sta­tier­te Sieg­fried Kra­cau­er. »Sie die­nen dazu, einen dem Anschein nach ver­trau­ten Gegen­stand durch den zu erset­zen, der als weni­ger ver­traut erach­tet wird; und jene, die ver­glei­chen, stel­len gewöhn­lich ober­fläch­li­che Ähn­lich­kei­ten groß her­aus, um so rasch wie mög­lich in den Hafen heim­zu­keh­ren, aus dem sie aus­fuh­ren.«4 In wil­lent­li­cher Igno­ranz der his­to­ri­schen Rea­li­tä­ten wer­den die ein­falls­lo­sen Ein­töp­fe der »nou­vel­le cui­sine des post­his­toire«5 (wie Lothar Bai­er die­se intel­lek­tu­el­len »Koch­shows« a prio­ri nann­te) auf­ge­wärmt und gro­be Zuta­ten mit dem gro­ßen Pürier­stab zermust, um den faden Geschichts­brei aus dem Reich der ewi­gen Mit­te in gleich­för­mi­gen Dosen zu ver­ab­rei­chen. Die Ana­ly­se der gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hän­ge von Auto­ri­tät, Gewalt und Ter­ror steht ange­sichts der ter­ro­ris­ti­schen Bedro­hung nicht auf der poli­ti­schen Tages­ord­nung; statt­des­sen wird im Namen des anti­to­ta­li­ta­ris­ti­schen Kamp­fes der Bela­ge­rungs­zu­stand aus­ge­ru­fen, in dem Oppo­si­ti­on mit Ver­rat und Kri­tik mit Sabo­ta­ge gleich­be­deu­tend ist. »Wer kri­ti­siert, ver­geht sich gegen das Ein­heits­ta­bu, das auf tota­li­tä­re Orga­ni­sa­ti­on hin­aus­will«, kon­sta­tier­te Theo­dor W. Ador­no weni­ge Mona­te vor sei­nem Tod im Jah­re 1969. »Der Kri­ti­ker wird zum Spal­ter und, mit einer tota­li­tä­ren Phra­se, zum Diver­sio­nis­ten.«6 Im Gewöl­be des libe­ral­kon­ser­va­ti­ven Anti­to­ta­li­ta­ris­mus tobt der huma­ni­tä­re, kon­vul­si­visch an der eige­nen Selig­keit sich berau­schen­de Wüte­rich, den die Gerüch­te über das dis­si­den­te Unwe­sen stets aufs Neue in Wal­lung brin­gen.

 

Richard Bach Jensen - The Battle Against Anarchist Terrorism (Cambridge University Press, 2014)

Richard Bach Jen­sen: The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism (Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press, 2014)

Die rea­le Geschich­te des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus im spä­ten neun­zehn­ten und frü­hen zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert ent­hüllt der His­to­ri­ker Richard Bach Jen­sen in sei­nem exzel­len­ten Buch The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism, in dem er sich vir­tu­os zwi­schen den Makro- und Mikro-Dimen­sio­nen im his­to­ri­schen Raum bewegt. Wie Kra­cau­er unter­strich, ist der His­to­ri­ker häu­fig von einem Gegen­warts­in­ter­es­se gelei­tet, doch erfor­dern gründ­li­che Erkun­dun­gen der Ver­gan­gen­heit die Fähig­keit, sich in die geschicht­li­chen Tex­te ver­sen­ken zu kön­nen. Dies ist Jen­sen, der an der Nor­thwes­tern Sta­te Uni­ver­si­ty in Loui­sia­na Geschich­te lehrt und sich seit 1981 mit die­sem The­ma beschäf­tigt, in beein­dru­cken­der Wei­se gelun­gen. Nicht allein bezieht er Archiv- und For­schungs­ma­te­ria­li­en aus eng­li­schen, fran­zö­si­schen, spa­ni­schen, ita­lie­ni­schen, deut­schen, US-ame­ri­ka­ni­schen und argen­ti­ni­schen Quel­len als Grund­la­ge sei­ner his­to­ri­schen Ana­ly­se ein, son­dern zudem gelingt es ihm, die Resul­ta­te sei­ner For­schun­gen in einer über­aus les­ba­ren Form auf­zu­be­rei­ten und über den »Tat­sa­chen­schutt« (wie Kra­cau­er es nann­te) hin­aus eine ori­gi­nel­le, über­aus nuan­cier­te Ana­ly­se des Phä­no­mens des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln zu ent­wi­ckeln. Dabei agiert Jen­sen im bes­ten Sin­ne des Wor­tes »unpar­tei­isch«: Weder dämo­ni­siert er die anar­chis­ti­schen Täter noch zeich­net er die Akteu­re auf der staat­li­chen und poli­zei­li­chen Gegen­sei­te als Orga­ne eines glo­ba­len Tota­li­ta­ris­mus. Viel­mehr beschreibt er die ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen eines anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus als Reak­ti­on auf die Ent­wick­lung eines ent­hemm­ten Kapi­ta­lis­mus, der einer­seits die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung von Waf­fen wie Dyna­mit und Nitro­gly­ce­rin oder der Mas­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on vor­an­trieb und zugleich mit sei­ner indus­tri­el­len Pro­duk­ti­ons­wei­se tra­di­tio­nel­le Sozi­al­ver­bän­de zer­rieb und Ver­elen­dun­gen und Emi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen aus­lös­te.

Anfangs setz­te der Anar­chis­mus nicht auf die Waf­fe des Ter­ro­ris­mus: Sowohl Pierre-Joseph Proud­hon als auch Michail Baku­nin spra­chen sich gegen die »Pro­pa­gan­da der Tat« aus. Für Baku­nin waren pro­le­ta­ri­sche Insur­rek­tio­nen und revo­lu­tio­nä­re Geheim­bün­de erfolg­ver­spre­chen­der. Erst bei zuneh­men­der Repres­si­on durch Poli­zei und staat­li­che Auto­ri­tä­ten wur­de die »Pro­pa­gan­da der Tat« inner­halb der anar­chis­ti­schen Bewe­gun­gen auf den ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten popu­lä­rer. Vor allem im ita­lie­ni­schen Aktio­nis­mus des spä­ten 19. Jahr­hun­derts über­wog die Über­zeu­gung, dass für die Revol­te jeg­li­ches Mit­tel – auch der Ein­satz von ter­ro­ris­ti­scher Gewalt durch Bom­ben – gerecht­fer­tigt sei. Anar­chis­ti­sche Atten­tä­ter ope­rier­ten jedoch nicht auf Befehl oder im Rah­men eines orga­ni­sier­ten Netz­wer­kes. Eher waren sie zumeist Ein­zel­tä­ter, die zwar von klei­ne­ren Grup­pen oder Zir­keln unter­stützt wur­den, jedoch sich als Indi­vi­dua­lis­ten betrach­te­ten, die in einem Auf­schrei der Gewalt gegen das herr­schen­de Unrecht Atten­ta­te auf Poten­ta­ten der ver­hass­ten Regime wie Gene­ral Tre­pow 1878 in St. Peters­burg, auf euro­päi­sche Herr­scher wie Wil­helm I., Alfon­so XII. oder Umber­to I., die öster­rei­chi­sche Kai­se­rin Eli­sa­beth oder den US-Prä­si­den­ten McK­in­ley ver­üb­ten.

 

Auguste Vaillant wirft eine Bombe in die französische Nationalversammlung (9. Dezember 1893)

Augus­te Vail­lant wirft eine Bom­be in die fran­zö­si­sche Natio­nal­ver­samm­lung (9. Dezem­ber 1893)

Wäh­rend die­se despe­ra­ten Ein­zel­ta­ten die herr­schen­den Regime kei­nes­wegs erschüt­ter­ten, lös­ten sie in den jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen Mas­sen­hys­te­rie und Furcht vor anar­chis­ti­schen Ver­schwö­run­gen auf glo­ba­ler Ebe­ne aus. Dabei spiel­ten zum einen die geziel­ten Unter­wan­de­run­gen anar­chis­ti­scher und gewalt­be­rei­ter Zir­kel durch staat­li­che agents pro­vo­ca­teurs, Infor­man­ten und Poli­zei­spit­zel eine wesent­li­che Rol­le, die zum Schü­ren hys­te­ri­scher Ängs­te und zur Mobi­li­sie­rung anti­anar­chis­ti­scher Affek­te bei­tru­gen. Zum ande­ren fiel das Zeit­al­ter des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus mit der Her­aus­bil­dung des Mas­sen­jour­na­lis­mus zusam­men, der – wie Jen­sen her­aus­stellt – eine ent­schei­den­de Rol­le im Auf­peit­schen der Hys­te­rie bezüg­lich anar­chis­ti­scher Gewalt­ak­te spiel­te. Mit­tels Sim­pli­fi­ka­ti­on und Ste­reo­ty­pen bläh­te die­ser neue Typus eines sen­sa­tio­na­lis­ti­schen Jour­na­lis­mus iso­lier­te Ereig­nis­se zu einer gran­dio­sen Welt­ver­schwö­rung auf. Der Medi­en­ap­pa­rat schuf ein Bild von einem über­mäch­ti­gen Gespenst des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus, womit er nicht allein die Gewalt­phan­ta­si­en der Herr­schafts­sys­te­me bedien­te, son­dern auch über die dif­fu­se glo­ba­le Bedro­hung des Anar­chis­mus die eige­nen Pro­fi­te stei­ger­te. Die Iro­nie der Geschich­te war frei­lich, dass die anar­chis­ti­sche »Gegen­öf­fent­lich­keit« (die teil­wei­se ver­deckt von staat­li­chen Stel­len finan­ziert wur­de) auf die glei­chen Mecha­nis­men setz­te, Ein­zel­tä­ter als »Mär­ty­rer« glo­ri­fi­zier­te und in der Publi­ka­ti­on von Anlei­tun­gen zur Bom­ben­her­stel­lung einem »medi­en­ge­trie­be­nen Ter­ror« Vor­schub leis­te­te.

 

Explosion im Café Véry (Januar 1892)

Explo­si­on im Café Véry (Janu­ar 1892)

Ein wei­te­rer Aspekt des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus war der Ver­such, eine mul­ti­la­te­ra­le Anti­ter­ror-Poli­tik zu initi­ie­ren, wobei sich jedoch natio­na­le Inter­es­sen im Wege stan­den. Wäh­rend kon­ser­va­tiv-auto­ri­tä­re Staa­ten wie Deutsch­land und Russ­land eine restrik­ti­ve Poli­tik vor­an­zu­trei­ben ver­such­ten, beharr­ten libe­ra­le Mon­ar­chi­en wie Eng­land – trotz der Mas­sie­rung von anar­chis­ti­schen Emi­gran­ten in Lon­don – auf Ein­hal­tung der demo­kra­ti­schen Grund­rech­te. Die zuneh­men­de Repres­si­on in den neun­zi­ger Jah­ren des 19. Jahr­hun­derts führ­te schließ­lich zu wei­te­ren anar­chis­ti­schen Aktio­nen der Rache, so dass sich die Gewalt­spi­ra­le immer wei­ter dreh­te. In Ita­li­en ging man zu einer ande­ren Dis­kre­di­tie­rung des sozia­len Pro­tests über: Die Auf­stän­di­schen wur­den als Delin­quen­ten, Psy­cho­pa­then und Kri­mi­nel­le patho­lo­gi­siert, und so wur­de die Revol­te ins Reich der Geis­tes­kran­ken manö­vriert.

Mit die­ser außer­or­dent­li­chen Stu­die legt Richard Bach Jen­sen eine kri­ti­sche Ana­ly­se des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus der Ver­gan­gen­heit vor, wobei er nicht allein eine breit­ge­fä­cher­te, nuan­cier­te Geschich­te der Revol­te und Repres­si­on ent­wi­ckelt, son­dern auch die ent­ste­hen­den Waf­fen- und Medi­en­tech­no­lo­gi­en des sich for­mie­ren­den indus­tri­el­len Kapi­ta­lis­mus in ori­gi­nel­ler Wei­se in sei­ner Erzäh­lung ein­flie­ßen lässt. Ohne expli­zit die Ver­gan­gen­heit mit der Gegen­wart zu ver­knüp­fen, arti­ku­liert Jen­sen – wie es Wal­ter Ben­ja­min for­mu­lier­te – das Ver­gan­ge­ne nicht, »wie es denn eigent­lich gewe­sen ist«, son­dern ent­hüllt in den ein­zel­nen Bil­dern der Geschich­te die Momen­te der Ver­bin­dung zur Gegen­wart. Dar­in liegt der über­ra­gen­de Wert die­ser Arbeit.

 

Bibliografische Angaben:

Richard Bach Jen­sen.
The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism:
An Inter­na­tio­nal Histo­ry, 1878–1934.
Cam­bridge: Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press, 2014.
430 Sei­ten, 10 Abbil­dun­gen, 135 US-Dol­lar.
ISBN: 9781107034051.

Bildquellen



Cover Le Figa­roLe Figa­ro [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Cover The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism — © Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press

Cover Le Petit Jour­nalLe Petit Jour­nal [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Cover Le Pro­grès de LyonLe Pro­grès de Lyon [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Zuerst erschie­nen in: satt.org, Juli 2014
© Jörg Auberg 2014/2019

Nachweise

  1. »For jiha­dist, read anar­chist«, The Eco­no­mist, 18. August 2005; http://www.economist.com/node/4292760
  2. James Gel­vin, »Al-Qae­da and Anar­chism: A Historian’s Reply to Ter­roro­lo­gy«, Ter­ro­rism and Poli­ti­cal Vio­lence, 20:4 (Okto­ber 2008), S. 563–581
  3. Paul Ber­man, Ter­ror and Libe­ra­lism (New York: W. W. Nor­ton, 2004), S. 96
  4. Sieg­fried Kra­cau­er, Geschich­te – Vor den letz­ten Din­gen, übers. Kars­ten Wit­te (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1973), S. 76
  5. Lothar Bai­er, Gleich­heits­zei­chen: Streit­schrif­ten über Abwei­chung und Iden­ti­tät (Ber­lin: Wagen­bach, 1985), S. 31
  6. Theo­dor W. Ador­no, Kul­tur­kri­tik und Gesell­schaft II, hg. Rolf Tie­de­mann (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 2003), S. 788

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Aus den Archiven: Richard Bach Jensen — The Battle Against Anarchist Terrorism

Die Phantome der Freiheit

In seinem Buch The Battle Against Anarchist Terrorism analysiert Richard Bach Jensen die Geschichte des anarchistischen Terrorismus zwischen 1878 und 1934  

 

von Jörg Auberg

 

Als nach den Anschlä­gen auf das World Tra­de Cen­ter in New York und das Pen­ta­gon in Washing­ton im Sep­tem­ber 2001 der »Krieg gegen den Ter­ror« aus­ge­ru­fen wur­de, besann man sich auf aka­de­mi­scher und publi­zis­ti­scher Sei­te eines glo­ba­len Fein­des aus dem letz­ten Jahr­hun­dert. Das bri­ti­sche Wirt­schafts­blatt The Eco­no­mist stell­te eine simp­le his­to­ri­sche Ana­lo­gie zwi­schen der anar­chis­ti­schen Bedro­hung im aus­ge­hen­den 19. und begin­nen­den 20. Jahr­hun­dert her, ver­misch­te Anar­chis­ten und Nihi­lis­ten zu einem brei­igen Hotch­potch und pro­ji­zier­te Anar­chis­ten als Vor­läu­fer der Dschi­ha­dis­ten auf die his­to­ri­sche Lein­wand, ohne die fun­da­men­ta­len Unter­schie­de zwi­schen einer poli­tisch-öko­no­misch moti­vier­ten Bewe­gung und reak­tio­när-reli­giö­sen Rackets in Betracht zu zie­hen.1 Ähn­lich – obgleich weni­ger sche­ma­tisch – ging der US-His­to­ri­ker James Gel­vin vor, als er in sei­ner Ana­ly­se des Ter­ro­ris­mus (im Rah­men einer »Ter­roro­lo­gie«) eine Ana­lo­gi­sie­rung von Anar­chis­mus und Al-Qai­da vor­nahm, wobei er vor allem auf medi­al ver­mit­tel­te Ste­reo­ty­pen von Anar­chis­ten und Isla­mis­ten rekur­rier­te. Für Gel­vin ist der Anar­chis­mus ein »epi­sodi­scher Dis­kurs«, der sich im Hang nach tem­po­rä­rer Akti­on und peri­odi­scher Erup­ti­on erschöpft.2 Auch der ehe­ma­li­ge Anar­chist Paul Ber­man, der nach sei­ner Apost­asie als libe­ra­ler »Fal­ke« die Kriegs­zü­ge Geor­ge W. Bushs unter­stütz­te und sich als intel­lek­tu­el­ler Wie­der­gän­ger Albert Camus’ sti­li­siert, stell­te den mili­tan­ten ita­lo-ame­ri­ka­ni­schen Anar­chis­ten Lui­gi Gal­lea­ni in eine Rei­he mit dem »ein­ge­bo­re­nen« US-ame­ri­ka­ni­schen Ter­ro­ris­ten Timo­thy McVeigh und dem ägyp­ti­schen isla­mis­ti­schen Pre­di­ger Sayy­id Qutb. Man müs­se nur »Anar­chie« mit »Scha­ria« und »Anar­chis­mus« mit »Islam« über­set­zen, behaup­te­te Ber­man, und man erhal­te aus den Tex­ten Gal­lea­nis die glei­che inhalt­li­che Essenz wie aus den Wer­ken Qut­bs.3

 

Le Figaro: Le Péril Anarchiste (1894)

Le Figa­ro: Le Péril Anar­chis­te (1894)

Auch wenn die­se his­to­ri­schen Ana­lo­gi­en nicht immer eine Gleich­set­zung von Anar­chis­mus und Isla­mis­mus beinhal­ten, so ist die poli­tisch moti­vier­te Dele­gi­ti­mie­rung jeg­li­cher Kri­tik des Bestehen­den, die den herr­schen­den Kon­sens sprengt, inten­diert. Ohne­hin sind Ver­glei­che »nur zu oft Pro­duk­te von Denk­faul­heit«, kon­sta­tier­te Sieg­fried Kra­cau­er. »Sie die­nen dazu, einen dem Anschein nach ver­trau­ten Gegen­stand durch den zu erset­zen, der als weni­ger ver­traut erach­tet wird; und jene, die ver­glei­chen, stel­len gewöhn­lich ober­fläch­li­che Ähn­lich­kei­ten groß her­aus, um so rasch wie mög­lich in den Hafen heim­zu­keh­ren, aus dem sie aus­fuh­ren.«4 In wil­lent­li­cher Igno­ranz der his­to­ri­schen Rea­li­tä­ten wer­den die ein­falls­lo­sen Ein­töp­fe der »nou­vel­le cui­sine des post­his­toire«5 (wie Lothar Bai­er die­se intel­lek­tu­el­len »Koch­shows« a prio­ri nann­te) auf­ge­wärmt und gro­be Zuta­ten mit dem gro­ßen Pürier­stab zermust, um den faden Geschichts­brei aus dem Reich der ewi­gen Mit­te in gleich­för­mi­gen Dosen zu ver­ab­rei­chen. Die Ana­ly­se der gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hän­ge von Auto­ri­tät, Gewalt und Ter­ror steht ange­sichts der ter­ro­ris­ti­schen Bedro­hung nicht auf der poli­ti­schen Tages­ord­nung; statt­des­sen wird im Namen des anti­to­ta­li­ta­ris­ti­schen Kamp­fes der Bela­ge­rungs­zu­stand aus­ge­ru­fen, in dem Oppo­si­ti­on mit Ver­rat und Kri­tik mit Sabo­ta­ge gleich­be­deu­tend ist. »Wer kri­ti­siert, ver­geht sich gegen das Ein­heits­ta­bu, das auf tota­li­tä­re Orga­ni­sa­ti­on hin­aus­will«, kon­sta­tier­te Theo­dor W. Ador­no weni­ge Mona­te vor sei­nem Tod im Jah­re 1969. »Der Kri­ti­ker wird zum Spal­ter und, mit einer tota­li­tä­ren Phra­se, zum Diver­sio­nis­ten.«6 Im Gewöl­be des libe­ral­kon­ser­va­ti­ven Anti­to­ta­li­ta­ris­mus tobt der huma­ni­tä­re, kon­vul­si­visch an der eige­nen Selig­keit sich berau­schen­de Wüte­rich, den die Gerüch­te über das dis­si­den­te Unwe­sen stets aufs Neue in Wal­lung brin­gen.

 

Richard Bach Jensen - The Battle Against Anarchist Terrorism (Cambridge University Press, 2014)

Richard Bach Jen­sen: The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism (Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press, 2014)

Die rea­le Geschich­te des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus im spä­ten neun­zehn­ten und frü­hen zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert ent­hüllt der His­to­ri­ker Richard Bach Jen­sen in sei­nem exzel­len­ten Buch The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism, in dem er sich vir­tu­os zwi­schen den Makro- und Mikro-Dimen­sio­nen im his­to­ri­schen Raum bewegt. Wie Kra­cau­er unter­strich, ist der His­to­ri­ker häu­fig von einem Gegen­warts­in­ter­es­se gelei­tet, doch erfor­dern gründ­li­che Erkun­dun­gen der Ver­gan­gen­heit die Fähig­keit, sich in die geschicht­li­chen Tex­te ver­sen­ken zu kön­nen. Dies ist Jen­sen, der an der Nor­thwes­tern Sta­te Uni­ver­si­ty in Loui­sia­na Geschich­te lehrt und sich seit 1981 mit die­sem The­ma beschäf­tigt, in beein­dru­cken­der Wei­se gelun­gen. Nicht allein bezieht er Archiv- und For­schungs­ma­te­ria­li­en aus eng­li­schen, fran­zö­si­schen, spa­ni­schen, ita­lie­ni­schen, deut­schen, US-ame­ri­ka­ni­schen und argen­ti­ni­schen Quel­len als Grund­la­ge sei­ner his­to­ri­schen Ana­ly­se ein, son­dern zudem gelingt es ihm, die Resul­ta­te sei­ner For­schun­gen in einer über­aus les­ba­ren Form auf­zu­be­rei­ten und über den »Tat­sa­chen­schutt« (wie Kra­cau­er es nann­te) hin­aus eine ori­gi­nel­le, über­aus nuan­cier­te Ana­ly­se des Phä­no­mens des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln zu ent­wi­ckeln. Dabei agiert Jen­sen im bes­ten Sin­ne des Wor­tes »unpar­tei­isch«: Weder dämo­ni­siert er die anar­chis­ti­schen Täter noch zeich­net er die Akteu­re auf der staat­li­chen und poli­zei­li­chen Gegen­sei­te als Orga­ne eines glo­ba­len Tota­li­ta­ris­mus. Viel­mehr beschreibt er die ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen eines anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus als Reak­ti­on auf die Ent­wick­lung eines ent­hemm­ten Kapi­ta­lis­mus, der einer­seits die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung von Waf­fen wie Dyna­mit und Nitro­gly­ce­rin oder der Mas­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on vor­an­trieb und zugleich mit sei­ner indus­tri­el­len Pro­duk­ti­ons­wei­se tra­di­tio­nel­le Sozi­al­ver­bän­de zer­rieb und Ver­elen­dun­gen und Emi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen aus­lös­te.

Anfangs setz­te der Anar­chis­mus nicht auf die Waf­fe des Ter­ro­ris­mus: Sowohl Pierre-Joseph Proud­hon als auch Michail Baku­nin spra­chen sich gegen die »Pro­pa­gan­da der Tat« aus. Für Baku­nin waren pro­le­ta­ri­sche Insur­rek­tio­nen und revo­lu­tio­nä­re Geheim­bün­de erfolg­ver­spre­chen­der. Erst bei zuneh­men­der Repres­si­on durch Poli­zei und staat­li­che Auto­ri­tä­ten wur­de die »Pro­pa­gan­da der Tat« inner­halb der anar­chis­ti­schen Bewe­gun­gen auf den ver­schie­de­nen Kon­ti­nen­ten popu­lä­rer. Vor allem im ita­lie­ni­schen Aktio­nis­mus des spä­ten 19. Jahr­hun­derts über­wog die Über­zeu­gung, dass für die Revol­te jeg­li­ches Mit­tel – auch der Ein­satz von ter­ro­ris­ti­scher Gewalt durch Bom­ben – gerecht­fer­tigt sei. Anar­chis­ti­sche Atten­tä­ter ope­rier­ten jedoch nicht auf Befehl oder im Rah­men eines orga­ni­sier­ten Netz­wer­kes. Eher waren sie zumeist Ein­zel­tä­ter, die zwar von klei­ne­ren Grup­pen oder Zir­keln unter­stützt wur­den, jedoch sich als Indi­vi­dua­lis­ten betrach­te­ten, die in einem Auf­schrei der Gewalt gegen das herr­schen­de Unrecht Atten­ta­te auf Poten­ta­ten der ver­hass­ten Regime wie Gene­ral Tre­pow 1878 in St. Peters­burg, auf euro­päi­sche Herr­scher wie Wil­helm I., Alfon­so XII. oder Umber­to I., die öster­rei­chi­sche Kai­se­rin Eli­sa­beth oder den US-Prä­si­den­ten McK­in­ley ver­üb­ten.

 

Auguste Vaillant wirft eine Bombe in die französische Nationalversammlung (9. Dezember 1893)

Augus­te Vail­lant wirft eine Bom­be in die fran­zö­si­sche Natio­nal­ver­samm­lung (9. Dezem­ber 1893)

Wäh­rend die­se despe­ra­ten Ein­zel­ta­ten die herr­schen­den Regime kei­nes­wegs erschüt­ter­ten, lös­ten sie in den jewei­li­gen Bevöl­ke­run­gen Mas­sen­hys­te­rie und Furcht vor anar­chis­ti­schen Ver­schwö­run­gen auf glo­ba­ler Ebe­ne aus. Dabei spiel­ten zum einen die geziel­ten Unter­wan­de­run­gen anar­chis­ti­scher und gewalt­be­rei­ter Zir­kel durch staat­li­che agents pro­vo­ca­teurs, Infor­man­ten und Poli­zei­spit­zel eine wesent­li­che Rol­le, die zum Schü­ren hys­te­ri­scher Ängs­te und zur Mobi­li­sie­rung anti­anar­chis­ti­scher Affek­te bei­tru­gen. Zum ande­ren fiel das Zeit­al­ter des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus mit der Her­aus­bil­dung des Mas­sen­jour­na­lis­mus zusam­men, der – wie Jen­sen her­aus­stellt – eine ent­schei­den­de Rol­le im Auf­peit­schen der Hys­te­rie bezüg­lich anar­chis­ti­scher Gewalt­ak­te spiel­te. Mit­tels Sim­pli­fi­ka­ti­on und Ste­reo­ty­pen bläh­te die­ser neue Typus eines sen­sa­tio­na­lis­ti­schen Jour­na­lis­mus iso­lier­te Ereig­nis­se zu einer gran­dio­sen Welt­ver­schwö­rung auf. Der Medi­en­ap­pa­rat schuf ein Bild von einem über­mäch­ti­gen Gespenst des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus, womit er nicht allein die Gewalt­phan­ta­si­en der Herr­schafts­sys­te­me bedien­te, son­dern auch über die dif­fu­se glo­ba­le Bedro­hung des Anar­chis­mus die eige­nen Pro­fi­te stei­ger­te. Die Iro­nie der Geschich­te war frei­lich, dass die anar­chis­ti­sche »Gegen­öf­fent­lich­keit« (die teil­wei­se ver­deckt von staat­li­chen Stel­len finan­ziert wur­de) auf die glei­chen Mecha­nis­men setz­te, Ein­zel­tä­ter als »Mär­ty­rer« glo­ri­fi­zier­te und in der Publi­ka­ti­on von Anlei­tun­gen zur Bom­ben­her­stel­lung einem »medi­en­ge­trie­be­nen Ter­ror« Vor­schub leis­te­te.

 

Explosion im Café Véry (Januar 1892)

Explo­si­on im Café Véry (Janu­ar 1892)

Ein wei­te­rer Aspekt des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus war der Ver­such, eine mul­ti­la­te­ra­le Anti­ter­ror-Poli­tik zu initi­ie­ren, wobei sich jedoch natio­na­le Inter­es­sen im Wege stan­den. Wäh­rend kon­ser­va­tiv-auto­ri­tä­re Staa­ten wie Deutsch­land und Russ­land eine restrik­ti­ve Poli­tik vor­an­zu­trei­ben ver­such­ten, beharr­ten libe­ra­le Mon­ar­chi­en wie Eng­land – trotz der Mas­sie­rung von anar­chis­ti­schen Emi­gran­ten in Lon­don – auf Ein­hal­tung der demo­kra­ti­schen Grund­rech­te. Die zuneh­men­de Repres­si­on in den neun­zi­ger Jah­ren des 19. Jahr­hun­derts führ­te schließ­lich zu wei­te­ren anar­chis­ti­schen Aktio­nen der Rache, so dass sich die Gewalt­spi­ra­le immer wei­ter dreh­te. In Ita­li­en ging man zu einer ande­ren Dis­kre­di­tie­rung des sozia­len Pro­tests über: Die Auf­stän­di­schen wur­den als Delin­quen­ten, Psy­cho­pa­then und Kri­mi­nel­le patho­lo­gi­siert, und so wur­de die Revol­te ins Reich der Geis­tes­kran­ken manö­vriert.

Mit die­ser außer­or­dent­li­chen Stu­die legt Richard Bach Jen­sen eine kri­ti­sche Ana­ly­se des anar­chis­ti­schen Ter­ro­ris­mus der Ver­gan­gen­heit vor, wobei er nicht allein eine breit­ge­fä­cher­te, nuan­cier­te Geschich­te der Revol­te und Repres­si­on ent­wi­ckelt, son­dern auch die ent­ste­hen­den Waf­fen- und Medi­en­tech­no­lo­gi­en des sich for­mie­ren­den indus­tri­el­len Kapi­ta­lis­mus in ori­gi­nel­ler Wei­se in sei­ner Erzäh­lung ein­flie­ßen lässt. Ohne expli­zit die Ver­gan­gen­heit mit der Gegen­wart zu ver­knüp­fen, arti­ku­liert Jen­sen – wie es Wal­ter Ben­ja­min for­mu­lier­te – das Ver­gan­ge­ne nicht, »wie es denn eigent­lich gewe­sen ist«, son­dern ent­hüllt in den ein­zel­nen Bil­dern der Geschich­te die Momen­te der Ver­bin­dung zur Gegen­wart. Dar­in liegt der über­ra­gen­de Wert die­ser Arbeit.

 

Bibliografische Angaben:

Richard Bach Jen­sen.
The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism:
An Inter­na­tio­nal Histo­ry, 1878–1934.
Cam­bridge: Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press, 2014.
430 Sei­ten, 10 Abbil­dun­gen, 135 US-Dol­lar.
ISBN: 9781107034051.

Bildquellen



Cover Le Figa­roLe Figa­ro [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Cover The Batt­le Against Anar­chist Ter­ro­rism — © Cam­bridge Uni­ver­si­ty Press

Cover Le Petit Jour­nalLe Petit Jour­nal [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Cover Le Pro­grès de LyonLe Pro­grès de Lyon [Public domain] via Wiki­me­dia Com­mons

Zuerst erschie­nen in: satt.org, Juli 2014
© Jörg Auberg 2014/2019

Nachweise

  1. »For jiha­dist, read anar­chist«, The Eco­no­mist, 18. August 2005; http://www.economist.com/node/4292760
  2. James Gel­vin, »Al-Qae­da and Anar­chism: A Historian’s Reply to Ter­roro­lo­gy«, Ter­ro­rism and Poli­ti­cal Vio­lence, 20:4 (Okto­ber 2008), S. 563–581
  3. Paul Ber­man, Ter­ror and Libe­ra­lism (New York: W. W. Nor­ton, 2004), S. 96
  4. Sieg­fried Kra­cau­er, Geschich­te – Vor den letz­ten Din­gen, übers. Kars­ten Wit­te (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 1973), S. 76
  5. Lothar Bai­er, Gleich­heits­zei­chen: Streit­schrif­ten über Abwei­chung und Iden­ti­tät (Ber­lin: Wagen­bach, 1985), S. 31
  6. Theo­dor W. Ador­no, Kul­tur­kri­tik und Gesell­schaft II, hg. Rolf Tie­de­mann (Frankfurt/Main: Suhr­kamp, 2003), S. 788

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