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Marc Degens: Toronto

Marc Degens: Toronto (mairisch Verlag)

Banalitäten aus dem Nirgendwo Marc Degens und die Autofiktion eines Schreibenden   von Jörg Auberg In den Jah­ren zwi­schen 2014 und 2018 beglei­te­te Marc Degens, Schrift­stel­ler und Lei­ter des Sukul­tur-Ver­la­ges in Ber­lin, sei­ne Frau Alex­an­dra nach Kana­da, wo sie das Aus­lands­bü­ro des Deut­schen Aka­de­mi­schen Aus­tausch­diens­tes (DAAD) lei­te­te. »Ihre Tätig­keit war mit...

Klaus Bittermann — Einige meiner besten Freunde und Feinde

Klaus Bittermann, Einige meiner besten Freunde und Feinde: 40 Jahre Tiamat (Berlin: Edition Tiamat, 2019)

Aussenseitertum der Eingeweihten Klaus Bittermann betätigt sich in Einige meiner besten Freunde und Feinde als Fachmann für »öde Literatur« Von Jörg Auberg In sei­ner Typen­leh­re der Pari­ser Pres­se lis­te­te Hono­ré de Balzac in der Rubrik Jour­na­list an ers­ter Stel­le den Typus »Der geschäfts­füh­ren­de Chef­re­dak­teur-Eigen­tü­mer-Direk­tor« auf, in des­sen Refu­gi­um alle Funk­tio­nen...

Walter Boehlich: Kein Grund zur Selbstreinigung

Walter Boehlich: Kein Grund zur Selbstreinigung (Verbrecher Verlag, 2019)

Der letzte Mohikaner Walter Boehlichs Titanic-Kolumnen Von Jörg Auberg »Unten im Hof kräh­te der schwar­ze Hahn und ver­kün­de­te das Grau­en des nächs­ten Tages.«1 Her­man Bang, Som­mer­freu­den   Wie Gün­ther Busch – der legen­dä­re Erfin­der der edi­ti­on suhr­kamp – hat auch Wal­ter Boeh­lich kei­ne gro­ße Schrif­ten­samm­lung hin­ter­las­sen. Zwar war Boeh­lich nicht ein »Autor, der...

Costas Despiniadis: The Anatomist of Power und Peter Kuper: Kafkaesque

Kaf­ka Revisited Cos­tas Des­pi­nia­dis und Peter Kuper ent­de­cken die Kaf­ka-Welt aufs neue Von Jörg Auberg »Ich ver­ste­he nichts von Poli­tik«, sag­te Karl. »Das ist ein Feh­ler«, sag­te der Student. Franz Kaf­ka, Der Ver­schol­le­ne1 In sei­nen »Auf­zeich­nun­gen zu Kaf­ka« (die in den Jah­ren zwi­schen 1942 und 1953 ent­stan­den) bemerk­te Theo­dor W. Ador­no, dass Kaf­kas Werk...

Aus den Archiven: Maike Albath — Rom, Träume

Maike Albath: Rom, Träume (Berenberg, 2013)

Von Mussolini zu Berlusconi   In ihrem Buch Rom, Träume schildert Maike Albath die Entwicklung der italienischen Kultur vom Ende des Faschismus zu einer von Medienkonglomeraten beherrschten Gesellschaft. von Jörg Auberg   Nach dem Unter­gang des Faschis­mus in Ita­li­en wes­te das Unheil fort. Cin­eci­ttà – 1937 von Beni­to Mus­so­li­ni als fil­mi­sche Pro­pa­gan­da­fa­brik unter dem...

Aus den Archiven: Maike Albath — Der Geist von Turin

Maike Albath: Der Geist von Turin (Berenberg, 2010)

Der Glanz des Hauses Einaudi Maike Albath zeichnet in ihrem Buch Der Geist von Turin den Aufstieg und Fall des Verlagshauses Einaudi nach  von Jörg Auberg Der ita­lie­ni­sche Ver­lag Ein­au­di gehört zu den kul­tu­rel­len Insti­tu­tio­nen, die zwar noch immer exis­tie­ren und von einem legen­dä­ren Ruf zeh­ren, über die aber die Geschich­te mitt­ler­wei­le mit­leid­los hin­weg­ge­gan­gen ist...

Tribune: The Relaunch

Aus Ruinen auferstanden Die wiederbelebte Zeitschrift »Tribune« möchte den Weg für einen neuen demokratischen Sozialismus weisen   Von Jörg Auberg   In jedem von uns lau­ert ein Abon­nent.1 Fritz Kort­ner     Wenn Intel­lek­tu­el­le nichts ande­res tun kön­nen, star­ten sie eine Zeit­schrift«2, schrieb Irving Howe, als er auf die Grün­dung sei­ner Zeit­schrift Dis­sent zurück...

Alberto Manguel: Packing My Library

Packing my Library

Monumente des Scheiterns   Alberto Manguel beschwört die stetige Arbeit der Humanität in der Bewahrung der Materialität der Bücher im Zeitalter der Digitalisierung   Von Jörg Auberg   Im Jah­re 2015 sah sich Alber­to Man­guel, Autor der preis­ge­krön­ten Geschich­te des Lesens (1996), nach fünf­zehn Jah­ren gezwun­gen, sei­ne Biblio­thek in einem alten stei­ner­nen Pfarr­haus in...

Christian Brückner: Das Hörwerk

The Voice Actor Marginalien zu Christian Brückners »Hörbuch-Pantheon« Von Jörg Auberg Man kann von Chris­ti­an Brück­ner viel hören, über ihn aber wenig. Das Feuil­le­ton und die PR-Abtei­lun­gen des Kul­tur­be­trie­bes bezeich­nen ihn oft als »Star unter den Spre­chern« oder »The Voice«, ido­li­sie­ren ihn zum Erha­be­nen auf dem Markt, der in den Olymp auf­ge­stie­gen ist, hul­di­gen ihm...

Elizabeth Hardwick: Collected Essays

Elizabeth Hardwick: Collected Essays (New York Review Books, 2017)

Aus dem Dunkel der Grossstadt Elizabeth Hardwicks Essays und Kritiken liegen in einer Edition ihres Schülers Darryl Pinckney vor Von Jörg Auberg   »Die Tra­di­ti­on der Unter­drück­ten belehrt uns dar­über, daß der ›Aus­nah­me­zu­stand‹, in dem wir leben, die Regel ist.« Wal­ter Ben­ja­min, »Über den Begriff der Geschich­te«1   In den ein­schlä­gi­gen His­to­rio­gra­fien jener New...

Frankfurter Buchmesse 2017

»Die Toten sterben beim Jagen« (Robert Desnos)

Es geht nicht um das Buch Marginalien zur Frankfurter Buchmesse 2017 Von Jörg Auberg »Beim Besuch einer Buch­mes­se ergriff mich eine son­der­ba­re Beklem­mung«1, notier­te Theo­dor W. Ador­no im Okto­ber 1959. Im Jah­re 2017 erin­ner­te die Frank­fur­ter Buch­mes­se an jene Ereig­nis­se vor fünf­zig Jah­ren, die Roman Brod­mann unter dem Titel Der Poli­zei­staats­be­such – Beob­ach­tun­gen...

Peter Suhrkamp und Annemarie Seidel: Briefe 1935–1959

Peter Suhrkamp im Jahre 1955 (© Suhrkamp Verlag)

Der Heilige des Gewerbes Peter Suhrkamp und die »innere Emigration« im »Dritten Reich« Von Jörg Auberg I. Für Wal­ter Boeh­lich, den ehe­ma­li­gen Chef­lek­tor des Suhr­kamp Ver­la­ges, war Peter Suhr­kamp mit einem »Hei­li­gen­schein« aus­ge­stat­tet. Er war, sag­te Boeh­lich in einem Rund­funk­essay anläss­lich des hun­der­ten Geburts­ta­ges des legen­dä­ren Ver­le­gers im Jah­re 1991, »das...

Benno Käsmayr: Marotte

Lesezeichen aus Marotte

Marotten eines Kleinverlegers Benno Käsmayr legt eine Anthologie aus der Geschichte des Maro-Verlages vor von Jörg Auberg [sh_margin margin=“30” ][/sh_margin] Time reflec­ted back a worn out pie­ce of trade. Wil­liam S. Bur­roughs1 [sh_margin margin=“30” ][/sh_margin] Aus den Tie­fen der Zeit taucht eine Fla­schen­post des Maro-Ver­la­ges auf, gespickt mit Tex­ten aus einer...

Uwe Sonnenberg: Von Marx zum Maulwurf

Der biblio­phi­le Maulwurf Uwe Son­nen­berg erzählt die Geschich­te des lin­ken Buch­han­dels in den 1970er Jahren   Von Jörg Auberg Zu Pfings­ten 1983 pil­ger­te eine Schar lin­ker Buch­händ­le­rin­nen und Buch­händ­ler aus ver­schie­de­nen west­deut­schen Städ­ten über die Schwei­zer Gren­ze. Auf einem Wochen­end­se­mi­nar in einem selbst­ver­wal­te­ten Bil­dungs­zen­trum in Grau­bün­den...

Aus den Archiven: Depeschen aus dem Untergrund

Depe­schen aus dem Untergrund   In Smo­king Typewri­ters reka­pi­tu­liert John McMil­li­an den Auf­stieg und Fall der ame­ri­ka­ni­schen Unter­grund­pres­se in den 1960er Jah­ren und erin­nert an ihr uto­pi­sches Potenzial.   von Jörg Auberg   Als im Früh­jahr 1968 Stu­den­ten der Colum­bia-Uni­ver­si­tät aus Pro­test gegen den Viet­nam­krieg die Uni­ver­si­tät besetz­ten und gegen...

Streifzug durch ein Paralleluniversum

              Nachlese zur Frankfurter Buchmesse  von Jörg Auberg Schon zu ihren Anfän­gen war die Frank­fur­ter Buch­mes­se offen­bar ein etwas selt­sa­mer Ort. »Da quol­len die ange­mie­te­ten Lager­ge­wöl­be rund 120 grö­ße­rer Ver­le­ger des In- und Aus­lan­des über von Novi­tä­ten, die in aller Hast noch recht­zei­tig fer­tig­ge­wor­den waren, aber...

Aus den Archiven: Der Herr und sein Knecht

Henning Marmulla rekonstruiert die Frühgeschichte des Kursbuches   von Jörg Auberg         »Nichts ist so über­flüs­sig wie eine neue Zeit­schrift«, kom­men­tier­te der Publi­zist Die­ter E. Zim­mer in der Wochen­zei­tung Die Zeit im Som­mer 1965 den Start der von Hans Magnus Enzens­ber­ger und dem Suhr­kamp Ver­lag her­aus­ge­ge­be­nen Zeit­schrift Kurs­buch. Auch wenn...

Aus den Archiven: Ermittlungen gegen eine Legende

David Oels korrigiert die offizielle Rowohlt-Geschichte     von Jörg Auberg     In der Nach­kriegs­kul­tur der Bun­des­re­pu­blik spiel­te der Rowohlt-Ver­lag nicht allein eine prä­gnan­te und bewusst­seins­bil­den­de Rol­le, son­dern es umgab ihn auch ein auf­klä­re­ri­scher, anti­fa­schis­ti­scher Mythos. Nach dem Ende der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft...

Aus den Archiven: Der gelbrote Zombie

Nach dem mit dem Grim­me­preis prä­mier­ten Film »Die März-Akte« legen Jörg Schrö­der und Bar­ba­ra Kalen­der eine kom­pri­mier­te Geschich­te des März-Ver­la­ges in Buch­form vor.     von Jörg Auberg     Bis zum heu­ti­gen Tag ist der März-Ver­lag ein Uni­kum in der bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Ver­lags­land­schaft. Schon im Okto­ber 1972 räso­nier­te Die­ter E. Zim­mer...

Aus den Archiven: Das verlorene Paradies

Klaus Wagenbach - Die Freiheit des Verlegers

André Schif­frin und Klaus Wagen­bach bli­cken in ihren unter­schied­li­chen Lebens- und Arbeits­er­in­ne­run­gen auf das Ver­lags­we­sen in den USA und Deutsch­land zurück und las­sen ihre unab­hän­gi­gen Ver­la­ge als Ver­mächt­nis für die Zukunft zurück.   von Jörg Auberg     Zum Hand­werk gehört das Lamen­to. »Alles in allem sieht man, wenn man es genau nimmt«, schrieb Lou­is...

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